Polizei Bremen Findorffer schwer am Auge verletzt

Bremen. Mit einer schweren Augenverletzung ist am Montagabend ein 30-jähriger Findorffer in eine Klinik gebracht worden, nachdem er ohne Vorwarnung in der Hemmstraße von einem Unbekannten angegriffen und geschlagen worden war.
14.01.2014, 10:54
Lesedauer: 1 Min
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Bremen. Mit einer schweren Augenverletzung ist am Montagabend ein 30-jähriger Findorffer in eine Klinik gebracht worden, nachdem er ohne Vorwarnung in der Hemmstraße von einem ihm unbekannten Mann angegriffen und geschlagen worden war. Polizeibeamte folgten einer Blutspur zu einem Haus in Tatortnähe. Dort konnten Einsatzkräfte einen 38-jährigen Ghanaer an der Außenseite einer Balkonbrüstung hängend stellen und festnehmen.

Polizeiberichten zufolge sei der 38-Jährige einer Zivilstreife bereits vor der Tat aufgefallen, weil er offenbar ziellos durch die Hemmstraße streifte. Nachdem sie ihn kurz aus den Augen verloren hatten, sei er ihnen erneut entgegen gekommen.

Wenige Meter entfernt sahen sie dann den 30-jährigen Verletzten auf dem Boden hocken. Er blutete stark aus der rechten Gesichtshälfte und stammelte geschockt: "Ich verliere mein Augenlicht". Weiter gab er an, dass er unvermittelt von dem Unbekannten angegriffen und ins Gesicht geschlagen worden sei. Dabei ging die Brille des Opfers zu Bruch. Nach notärztlicher Versorgung vor Ort wurde der Verletzte ins Krankenhaus gebracht.

Am Tatort meldete sich eine Frauengruppe, die den Vorfall beobachtet hatte. Eine der Frauen übergab den Beamten ein Küchenmesser, das der Täter vor ihren Augen in eine Mülltonne geworfen hatte. Eine Blutspur führte von dort zu einer Wohnungstür in einem Haus in der Hemmstraße.

Spezialeinsatzkräfte (SEK) drangen in die Wohnung ein. Einsatzkräfte, die das Haus umstellt hatten, meldeten ihnen, dass eine Person versuchen würde über das Dach zu fliehen und jetzt in zehn Meter Höhe an der Balkonbrüstung hängt. SEK-Beamte befreiten ihn dann aus seiner Hängepartie am Balkon. An seiner Hand stellten sie eine blutende Wunde fest, die er sich offensichtlich bei dem Angriff zugezogen hatte, wie die Polizei berichtet.

Der 38-Jährige war in den letzten Jahren bereits mehrfach damit aufgefallen, dass er grundlos auf Passanten eingeschlagen hatte. Der Sozial Psychiatrische Dienst hat den 38-Jährigen in eine psychiatrische Klinik zwangseingewiesen. (wk)

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