Bremen Firmenrudertag: Der Chef sitzt mit im Boot

Bremen. Als Sozialsenatorin hatte Grünen-Politikerin Anja Stahmann seinerzeit ihre Teilnahme am 4. Bremer Firmenrudertag zugesagt.
06.07.2015, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Sören Dannhauer

Als Sozialsenatorin hatte Grünen-Politikerin Anja Stahmann seinerzeit ihre Teilnahme am 4. Bremer Firmenrudertag zugesagt. Am Sonntag nun konnte sie ihr Grußwort zur Eröffnung auch als designierte Senatorin für Sport an die 151 Teilnehmer richten. „Sport verbindet Menschen“, hob die Schirmherrin der Veranstaltung hervor. „Und es ist eine tolle Initiative, dass das Organisationsteam des Bremer Rudervereins auch ein Team mit vier jungen Flüchtlingen aus Syrien eingeladen hat und damit den integrativen Charakter dieser gelungenen Veranstaltung unterstreicht.“

Die Syrer wohnen im ehemaligen Schwesternwohnheim an der Osterholzer Landstraße. Deshalb traten sie auf der Regatta als Team Osterholz an. Ammar Skinnar und Mohammad Bashar haben sich über die Einladung zum Firmenrudern gefreut. Skinnar, 23 Jahre alt und Absolvent eines Managementstudiums, sieht es als Chance, die eigene Leistung wieder in den Vordergrund stellen zu können. Denn der Alltag sei im Moment vor allem durch Warten gekennzeichnet. Auf Dokumente, auf Genehmigungen und auf die Ergebnisse seines Anwaltes, der sich im laufenden Asylverfahren für ihn einsetzt. Das syrische Team will sich gut präsentieren. Aber es sei auch einfach schön, ohne die täglichen Probleme einfach nur mal Sport zu treiben – wie alle andere Teilnehmer auch.

25 Firmen haben 30 Mannschaften zum Firmenrudertags gemeldet. Jedes Team besteht aus echten Anfängern ohne Rudererfahrung, die in vier bis fünf Trainingseinheiten nach Feierabend auf die 500-Meter-Regatta vorbereitet wurden. Das Training haben sich die bremischen Rudervereine in diesem Jahr geteilt. „Durch die Zusammenarbeit der Vereine können wir unseren Teilnehmern ein noch besseres Teamerlebnis bieten“, sagt Cheforganisator Klaus Hartstock vom Bremer Ruderverein von 1882.

Das Teamerlebnis steht auch für Jens Bergmann, Chef der gleichnamigen Firma, im Vordergrund. „Wir haben schnell gemerkt, dass es nicht auf die Kraft des Einzelnen ankommt. Nur als Team fahren wir schnell.“ Klare Ziel für seine Firma ist der Gewinn der Regatta. Aber einfach mal etwas Neues auszuprobieren und die Kollegen anders zu erleben als im Arbeitsalltag, habe ebenfalls dazu motiviert, in den vergangenen zwei Wochen nach der Arbeit noch intensive Übungsstunden am Rudern zu machen, erzählt einer der Bergmann-Mitarbeiter. Und dass der Chef im Boot sitzt, sei dabei auch kein Problem. Am Ende schaffte es das Team der Firma Bergmann nicht ganz. Im Finale der Männerboote musste es der Firma Wunderkram den Vortritt lassen. Auf Rang drei kam das Boot von Neusta ein. Die Mixed-Wertung gewann Lürssen vor der Rechtsanwaltskanzlei Behrendt & Koch und der Greifapotheke.

Das Damenteam der Greifapotheke gewann zudem die Damenwertung vor dem Praxisteam Dr. Feyer und dem Boot von Rheinmetall.

Im „Finale der Champions“ traten zuletzt die Sieger der genannten Wertungen gegeneinander an. Den großen Pokal des Bremer Firmenrudertags sicherte sich dabei das Mixed-Boot der Lürssen-Werft.

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