Zierfisch- und Pflanzenbörse in Burgdamm: 80 Fischarten in insgesamt 60 Aquarien / Guppys und Skalare beliebt Fische gucken statt Fernsehen

Christina Klemke
09.11.2010, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Christina Klemke

Lesum. Wer bisher der Meinung war, dass Fische zu den wohl langweiligsten Haustieren gehören, der wird auf der Zierfisch- und Pflanzenbörse der Interessengemeinschaft Aquaristik Bremen-Nord sicherlich eines Besseren belehrt. Erfahrene Profizüchter und Hobbyaquarianer haben noch bis heute die Möglichkeit, die faszinierende Artenvielfalt exotischer Zierfische in der Vereinsanlage des Schützenvereins Lesum-Burgdamm zu bewundern. Zudem können Fische abgegeben, getauscht und natürlich gekauft werden.

'Das Faszinierende an der Aquaristik ist der Umgang mit der exotischen Artenvielfalt und natürlich der damit verbundene Reiz, bestimmte Arten zu vermehren. Natürlich macht es auch einfach Spaß, die seltenen Meerestiere zu beobachten', erklärt Stefan Stößel, Vorsitzender des Aquaristik-Vereins.

Dieser Ansicht waren auch die rund 300 Besucher, die sich bereits am gestrigen Sonnabend einen Einblick in das vielfältige Angebot der Zierfischbörse verschafften. In insgesamt 60 Aquarien unterschiedlicher Größen tummeln sich rund 80 verschiedene Fischarten aus dem Süßwasserbereich. Die meisten von ihnen sind seltene Exoten aus Afrika, Südamerika und Asien. Besonders beliebt ist bei den Fischliebhabern derzeit der Skalar oder Segelflosser, der überwiegend im Amazonasgebiet zu finden ist. Seine prachtvolle Farb- und Mustervielfalt, die von schwarz-marmoriert bis bunt-gestreift reicht, lockt vor allem Hobbyaquarianer zur Zierfischbörse.

Segelflosser vom Amazonas

'Unser Angebot ist wirklich vielfältig und es ist für jeden etwas dabei. Die Skalare und Guppys sind vor allem bei Anfängern sehr beliebt, weil sie äußerst pflegeleicht sind. Sie stellen keine großen Ansprüche an Wassertemperatur und -qualität', erklärt Stößel. Doch auch erfahrene Züchter können von der exotischen Vielfalt auf der Börse profitieren. 'Profizüchter legen besonderen Wert auf spezielle Farbformen und seltene Fische. Welse oder bestimmte Barschsorten liegen bei ihnen derzeit im Trend und werden hier häufig gekauft', erklärt Stößel. Der erfahrene Züchter betont aber auch, dass viele Exoten schwer zu halten seien. Es bedarf einer langen Erfahrung, um eine angemessene Fischhaltung zu ermöglichen, wobei zum Beispiel auf die richtige Wassertemperatur und -qualität und natürlich auf die Größe des Aquariums zu achten sei. Welse beispielsweise können nicht in einem kleinen 20 Liter-Aquarium gehalten werden.

Zu einer artgerechten Haltung gehört aber auch die Verwendung der richtigen Pflanzen, da sie dem Wasser Giftstoffe entziehen und die notwendige Sauerstoffzufuhr liefern. Für ein reichhaltiges Pflanzenangebot ist auf der Zierfischbörse natürlich auch gesorgt. Die Besucher, ob Hobbyaquarianer oder Profizüchter, waren von dem vielfältigen und bunt gemischten Angebot an Fischen und Pflanzen begeistert und genossen die große Auswahl, die sie in einer einfachen Zoohandlung nicht bekommen hätten.

Riesiges Angebot

'Ich bewundere die tollen Fische und das riesige Angebot. Natürlich kaufe ich auch viele, denn zu Hause habe ich ein 720 Liter-Aquarium, in dem ich noch einige Tiere aufnehmen kann. Ich schaue mir lieber meine Fische an, anstatt fernzusehen', sagt Marita Funke, die die Zierfischbörse jedes Jahr besucht und auch heute einige Fischen mit nach Hause nahm.

Die Börse bietet aber auch die Möglichkeit, Fische abzugeben oder zu tauschen. Zudem können Besucher Proben ihres Aquariums auf Wasserqualität prüfen lassen. 'Wir hoffen, dass wir mehr Menschen an dieses Hobby heranführen können', sagt Stößel.

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