Motorsport in Bremerhaven

Fischereihafenrennen: "So sicher wie nie zuvor"

Bremerhaven. Es war ungewiss, ob das Fischereihafenrennen in Bremerhaven stattfinden kann; eine Genehmigung war wieder zurückgezogen worden. Im vergangenen Jahr hatte es bei dem Rennen einen tödlichen Unfall gegeben.
06.06.2014, 18:00
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Fischereihafenrennen: "So sicher wie nie zuvor"

Das traditionelle Rennen gibt es seit mehr als 60 Jahren. Zwischen 1990 und 2000 wurde jedoch kein Rennen ausgetragen.

Peter Lange, Jürgen Malekaitis

Bremerhaven. Es war ungewiss, ob das Fischereihafenrennen in Bremerhaven stattfinden kann; eine Genehmigung war wieder zurückgezogen worden. Im vergangenen Jahr hatte es bei dem Rennen einen tödlichen Unfall gegeben.

Es geht also doch: Nach der Genehmigung im Vorfeld, der plötzlichen Absage am Mittwoch und der erneuten Zusage am Donnerstagnachmittag kann das 57. Bremerhavener Fischereihafenrennen wie geplant stattfinden. An beiden Pfingstfeiertagen, Beginn ist jeweils um 8 Uhr, messen sich rund 400 Motorradrennfahrer aus zehn Nationen in elf Klassen.

„Das war ein Ritt auf der Rasierklinge. Ich mag nicht darüber nachdenken, wenn wir die Genehmigung nicht bekommen hätten“, gestand Hinrich Hinck, Vorsitzender der MSG Weserland und neben German Road Race Mitveranstalter des Spektakels rund um die Fischhallen. „Der 2700 Meter lange Kurs ist sicher wie nie zuvor“, sagte Hinck. Während der Pfingstsonntag den Trainingsläufen und der Festlegung der Startplätze vorbehalten ist, werden in den Klassen am Pfingstmontag jeweils zwei Rennläufe ausgetragen. Rund 25 000 Zuschauer werden an Pfingsten in der Seestadt erwartet. Spitzenfahrer aus dem In- und Ausland sind am Start. Mit dabei auch Rennfahrer aus Bremerhaven, Bremen, Oldenburg und umzu.

Elmar Geulen (Mr. Hayabusa) aus Euskirchen, Thomas Kreutz (Kelkheim) und Toni Heiler sind drei klangvolle Namen, die in der Klasse 1 (Fishtown Open) – der so genannten Königsklasse – schon für positive Schlagzeilen im Fischereihafen gesorgt haben. Mitmischen will hier auch der Oldenburger Stefan Bierast mit seiner Kawasaki ZX10R. Auch in der Klasse 2 (Fishtown Twins & Triplers) ist Toni Heiler vertreten. Sein größter Kontrahent dürfte Fritz Spenner aus Schwalöstedt sein. In dieser Klasse geht auch der Bremer Uwe Streithoff an den Start. Tobias Stober (Bremen) misst sich in der Klasse 5 (Sound of Classics Junior) mit starker Konkurrenz aus dem In- und Ausland. Mit Detlef Kahrs und Joachim Gerloff fahren zwei weitere Bremer in der Klasse 6 (Sound of Classics Senior) mit um die Podestplätze. In der Klasse 7 (Legend Superbikes) sind es die Hansestädter André Hahn, Andreas Braun und Ralf Thomas, die sich auf dem „schwierigsten Kurs Europas“ etwas ausrechnen. In der Klasse 10 (Legend Superbikes: Big Classics) sitzt Olav Bock auf seiner Suzuki GSX-R 750 und will der starken Konkurrenz Paroli bieten.

Einmalig ist bei diesem Straßenrennen, dass die Gespannfahrer in zwei Klassen an den Start gehen. „Die hohe Teilnehmerzahl ließ nichts anderes zu“, sagte Organisator Hinrich Hinck. Aus Bremen sind in der Klasse 11 (Fishtown Sidecars 2014) Michael Gasser und sein Schmiermaxe Ralf Ripken dabei, wenn um Sieg und Platzierung gefahren wird.

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