Musikmoderator Jürgen Ferber eröffnet seine diesjährige Beat- und Rocksaison mit „Judy in Disguise“ Flottes Tanzprogramm im Nachbarschaftshaus

Ohlenhof. Mit einem flotten Tanzprogramm aus Beat und Rock eröffnet Musik-Moderator Jürgen Ferber am Freitag, 2. März, seine diesjährigen Saalveranstaltungen im Nachbarschaftshaus Helene Kaisen, kurz na‘ genannt, Beim Ohlenhof 10.
26.02.2018, 00:00
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Von Marion Schwake

Ohlenhof. Mit einem flotten Tanzprogramm aus Beat und Rock eröffnet Musik-Moderator Jürgen Ferber am Freitag, 2. März, seine diesjährigen Saalveranstaltungen im Nachbarschaftshaus Helene Kaisen, kurz na‘ genannt, Beim Ohlenhof 10. Anlass ist die 31. Ausgabe der Reihe „Beat on the rock(s)“ unter dem Titel „Judy in Disguise“.

Das Zeitalter des musikalischen Programms der Veranstaltung beginnt gegen Ende der 1950er-Jahre und geht bis in die heutige Zeit. Waren es noch in den späten 50ern Altmeister wie Chuck Berry und Eddie Cochran, die mit ihren Rock ‚n‘ Roll-Interpretationen die jungen Menschen der damaligen Zeit begeisterten, so folgte nur wenige Jahre später die Beatle-Mania, die bis Ende der 1960er-Jahre anhielt. Aus dieser Glanzzeit des Pop sind nicht nur Lieder der „Fab Four“ aus Liverpool im Programm enthalten, sondern auch von Gruppen wie The Hollies, The Kinks und The Tremeloes.

Auch eine oft ungenügend gewürdigte Gruppe wird zweimal zu hören sein: die Everly Brothers. Vielen älteren Popfans ist gar nicht bewusst, dass es die Brüder Don und Phil Everly waren, deren Harmoniegesang Vorbildfunktion für damalige Topacts wie Simon & Garfunkel, die Beach Boys, die Mamas & Papas und sogar die Beatles war. Schließlich schafften es die beiden Brüder, Ende der 50er-Jahre dem Rock ’n’ Roll die Härte zu nehmen und ihn dadurch auch für die ältere Generation gesellschaftsfähig zu machen.

Eine Kultstätte für die damalige Jugend war ab Anfang der 60er-Jahre der Star-Club auf der Hamburger Reeperbahn. Aus dieser Musikepoche hat Ferber beispielsweise Aufnahmen im Programm mit der seinerzeitigen deutschen Topband The Rattles, die auf 154 Auftrittstage im Star-Club kam und den Beatles aus ihrer gemeinsamen Zeit mit dem Gitarristen und Vokalisten Tony Sheridan, von dem Paul MCartney auch heute noch als dem Teacher spricht, weil er George Harrison und John Lennon viele Gitarrentricks beibrachte.

In der ersten Zeit des Beat-Clubs von Radio Bremen konnte dieser den bei ihm auftretenden Solisten und Gruppen nur sehr niedrige Honorare bieten. Also arbeitete man mit Interpreten zusammen, die kurz vorher oder etwas später im Star-Club zu tun hatten. Musikmoderator Ferber erinnert bei der Veranstaltung an die britische Girlieband The Liverbirds, die dafür ein Beispiel war. Doch auch die 70er- und 80er-Jahre kommen im Freitagsprogramm nicht zu kurz, für die zum Beispiel Aufnahmen mit Abba und deren schwedischen Landsleuten von Secret Service, der Bands The Stranglers, Eurythmics, Survivor und, als Vertreter der damaligen Neue Deutsche Welle, Peter Schilling und die Spider Murphy-Band zu hören sind.

Aus den 2000er-Jahren gehören unter anderem die Bands Gossip, Travis und The Bones (mit einem sehr rockigen Titel) zum Programm im Nachbarschaftshaus. Die jüngeren Aufnahmen sind insbesondere dem Umstand geschuldet, dass bei der seit über zehn Jahren laufenden Beat- und Rockreihe des na‘ derzeit ein behutsamer Generationswechsel stattfindet. Für die Personen, die aus Altersgründen ausscheiden, rücken Frauen und Männer nach, die der Generation 50 plus angehören, womit sich im vergangenen Jahr insgesamt die Teilnehmerzahl spürbar erhöht hat. Vor allen Musikblöcken gibt der Moderator Informationen zu den Songs und den Interpreten.

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