Forschungsdepot fertiggestellt

Neue Heimat in Bremerhaven für 60.000 Museumsobjekte

Gute Nachrichten für den Wissenschaftsstandort Bremerhaven: Das Deutsche Schifffahrtsmuseum hat ein neues Depot. 380.000 Archivalien wechseln den Standort.
21.05.2021, 15:26
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Neue Heimat in Bremerhaven für 60.000 Museumsobjekte
Von Mathias Sonnenberg
Neue Heimat in Bremerhaven für 60.000 Museumsobjekte

Das Segelrettungsboot Geheimrat Gerlach gehört zu den Objekten, die in das neue Forschungsdepot umgezogen sind.

Mareike Heger

Eineinhalb Jahre nach dem Richtfest ist das neue Forschungsdepot im Bremerhavener Fischereihafen bezugsfertig. Damit steht jetzt ein Umzug der Superlative an: 380.000 Archivalien und 60.000 Museumsobjekte wechseln ab Mai den Standort. Dazu gehören das Segelrettungsboot Geheimrat Heinrich Gerlach, Galionsfiguren, Tischservices von Kreuzfahrtschiffen, Schiffsmodelle und viele weitere Objekte, die vom vom Interimsdepot in den neu errichteten Bau an der Eichstraße 13 im Fischereihafen gebracht werden. Mit mehr als 2000 Quadratmetern bietet das Gebäude Lagerbedingungen, die sicherheitstechnischen und internationalen Ansprüchen gerecht werden. Dunkle Räume mit konstanter Temperatur und Luftfeuchtigkeit sorgen dafür, dass selbst sehr empfindliche Objekte vor UV-Licht, Temperaturschwankungen, Umwelteinflüssen und Staub geschützt werden.

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Ermöglicht wurde der Bau mit freundlicher Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, der Senatorin für Wissenschaft und Häfen des Landes Bremen, der Stadt Bremerhaven sowie der Karin und Uwe Hollweg Stiftung. Insgesamt wurden in das Gebäude rund acht Millionen Euro investiert. Für den Wissenschaftsstandort Bremen/Bremerhaven hat das Gebäude große Bedeutung. Denn es beherbergt nicht nur eine maritime Sammlung, sondern gibt Studierenden und Forschenden haben die Chance, Exponate für Recherchen live in der Studierzone zu sichten und zu untersuchen.

Melf Grantz, Oberbürgermeister der Stadt Bremerhaven hatte sich gewünscht, dass das neue Forschungsdepot schon etwas früher in Betrieb gegangen wäre. "Umso mehr freue ich mich, dass es jetzt seinen Betrieb aufnehmen kann." Und Matthias Kleiner, Präsident der Leibniz-Gemeinschaft, erklärte: „Mit dem neuen Forschungsdepot verbessern sich die Möglichkeiten, die wertvollen Sammlungsobjekte des Deutschen Schifffahrtsmuseums nach dem neuesten Stand der Technik und der Konservierungsforschung dauerhaft zu bewahren."

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