Egbert Heiß und Rainer Schulz stellen im Bürgerhaus Vegesack aus Fotografischer Winterzauber

Vegesack. Unter Raureif erstarrte Bäume, Landschaften unter Schneedecken, Eis auf Bachläufen-der Herbst hat kaum begonnen, da hält im Bürgerhaus Vegesack schon der Winter Einzug. Rainer Schulz und Egbert Heiß haben den Zauber der kalten Jahreszeit mit der Kamera eingefangen.
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Von Gabriela Keller

Vegesack. Unter Raureif erstarrte Bäume, Landschaften unter Schneedecken, Eis auf Bachläufen-der Herbst hat kaum begonnen, da hält im Bürgerhaus Vegesack schon der Winter Einzug. Rainer Schulz und Egbert Heiß haben den Zauber der kalten Jahreszeit mit der Kamera eingefangen. Mit einer Ausstellung laden sie vom 8. November bis 2. Dezember zum Winterspaziergang in Bildern ein.

Die Natur zu den verschiedensten Jahreszeiten inspiriert die beiden Fotografen. Vor zwei Jahren ließen sie sich für eine Ausstellung an gleicher Stelle von Bäumen faszinieren. Diesmal sind sie dem 'Winterzauber' erlegen. Vor der Haustür in Bremen-Nord und umzu, aber auch im Harz und fernen Gefilden haben sie dem Reiz der vierten Jahreszeit nachgespürt. Viele der 30 Fotos entstanden Ende Februar/Anfang März diesen Jahres während eines zweiwöchigen Winterurlaubs mit einer Gruppe Nordbremer Wintersportler in Ahrntal/Südtirol. Schon zwei Mal waren sie dort gewesen. In 1500 Metern Höhe fanden die Fotografen Schnee satt. 'Das ist schon ein besonderes Erlebnis', meint Heiß.

Keine klassischen Winterfotos

Der Betrachter kann es anhand der Aufnahmen nachempfinden. Strahlend weiß bedecken wuchtige Schneemassen, aufgenommen im Gegenlicht, die Dächer von Fachwerkhäusern. Eine Gebetskapelle am Wegesrand versinkt im Schnee. Die Krönung ist die weiße Haube, die sich zwei Meter auf dem Dach türmt. Leichtes Gegenlicht ergießt sich in Spektralfarben über die Kapelle, wie göttliches Licht.

'Keine klassischen Winterlandschaften', das war der Anspruch der Fotografen. Die Linse rückt Details in den Blick: hier von raureifüberzogene Eichenblätter im Vegesacker Stadtgarten, dort eine Möwe auf dem schneebedeckten Haupt einer Bronzefigur aus 'Reckers Familie' am Vegesacker Hafen. An der Gipfelstation der Klausberg-Seilbahn in Südtirol fotografierte Heiß in 2500 Meter Höhe skurrile Schneeskulpturen. Der Viererbob in der Röhre ist unschwer zu erkennen, bei einer anderen weißen Plastik muss der Betrachter seine Fantasie spielen lassen.

Schulz hält in der Natur gerne Ausschau nach originellen Formen, die wie Gesichter aussehen. Wie schon vor zwei Jahren bei den Bäumen ist er diesmal im Ahrntaler Schnee fündig geworden. Getaute Stellen auf Felsen in einer Schneedecke sehen aus wie Augen und Mund. In einem anderen Foto blickt der 'Herr der Berge' über das Tal, in der sich eine Hütte winzig ausnimmt, auf das Hochgall-Massiv. Das Profil des Bergwächters entpuppt sich als Felsbrocken.

In Reintal entdeckte Schulz in einem zufrierenden Bach einen acht Meter langen 'Fußabdruck'. Die noch eisfreie Wasserfläche hatte die Form angenommen.

Egbert Heiß richtet sein Augenmerk auch auf die Licht- und Schattenspiele in der winterlichen Gebirgswelt. Dunkle Lerchenskelette werfen Schatten im Schnee. Wo der Betrachter Himmel wähnt, handelt es sich um um ein Massiv, auf das ein anderer Berg einen blauen Schatten wirft. Das Fotografieren in der Winterlandschaft war eine Herausforderung für die beiden Fotografen.

'Durch das helle Sonnenlicht und den Schnee bilden sich extreme Licht- und Schattenverhältnisse', erklärt Schulz. 'Der richtige Sonnenstand ist wichtig. Mittags sind die Kontraste zu schwach, da ist alles nur eine einzige milchige Suppe', ergänzt Heiß. Morgens oder nachmittags sei der beste Zeitpunkt zum Fotografieren. Aber auch auf richtige Perspektive komme es an, so Heiß. Für die fließenden Konturen seiner wie weichgezeichnet wirkenden hügeligen Schneelandschaften fotografierte er gegen die Sonne.

Die Ausstellung wird am 8. November um 18 Uhr eröffnet.

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