Ärger um Bezahlmöglichkeit

SPD und CDU fordern Ticketverkauf in Freibädern

SPD und CDU kritisieren, dass Tickets für Bremer Freibäder derzeit online nur per Kreditkarte gekauft werden können. Ihre Forderung: So schnell wie möglich müsse eine Bargeldzahlung vor Ort angeboten werden.
21.06.2021, 16:39
Lesedauer: 1 Min
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SPD und CDU fordern Ticketverkauf in Freibädern
Von Frank Hethey
SPD und CDU fordern Ticketverkauf in Freibädern

SPD und CDU fordern, dass der Ticketverkauf in den Freibädern so bald wie möglich wieder anläuft.

Christina Kuhaupt

Für parteiübergreifende Empörung hat der Bezahlungsmodus der Bremer Bäder in den Freibädern gesorgt. Wie berichtet, lassen sich Online-Tickets derzeit nur per Kreditkarte kaufen. "Wir erwarten, dass noch diese Woche ein Vorschlag auf den Tisch kommt, wie man auch direkt vor Ort mit Bargeld bezahlen kann“, sagt die sportpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Eva Quante-Brandt. Es sei ein "absolutes Unding", dass Kinder und Jugendliche praktisch keine Chance hätten, selbst an Eintrittskarten zu kommen. „Wir haben doch nicht den Ticketpreis für Kinder in Bremen auf einen Euro abgesenkt, damit sie nun nicht mehr ins Schwimmbad gehen können“, so die frühere Senatorin für Bildung und Wissenschaft.

Ins gleiche Horn stößt Marco Lübke, innenpolitischer Sprecher der CDU. Es sei "völlig unakzeptabel", dass es nur diese eine Zahlungsmöglichkeit gebe. "Da muss jetzt so schnell wie möglich Abhilfe geschaffen werden", fordert Lübke. Zumal es auch aus pädagogischer Sicht schwierig sei, wenn Kinder und Jugendliche mit Kreditkarten einkauften. "Ich weiß nicht, wieso es nicht möglich sein soll, mit Bargeld zu zahlen." Quante-Brandt fordert niedrigschwellige Bezahlmöglichkeiten, zum Beispiel in Form eines Registrierungscodes wie in Bremerhaven. "Nach eineinhalb Jahren der Pandemie kann man das erwarten."  

Die Bremer Bäder wollen laut Geschäftsführerin Martina Baden "schnellstmöglich" eine Alternative zur Zahlung mit Kreditkarte bereitstellen, der Auftrag sei bereits erteilt. Die weitere Zusammenarbeit mit dem Online-Bezahldienst Paypal lehnen die Bremer Bäder wegen zu vieler Schlupflöcher für zahlungsunwillige Badegäste ab.

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