Mosaic-Expedition Freude auf der „Polarstern“: Die Sonne ist in der Arktis zurück

Die Polarnacht ist vorbei: nach fünf Monaten Dunkelheit freuen sich die Wissenschaftler der Mosaic-Expedition über die Sonne, die am Donnerstag erstmals wieder über den Horizont geklettert ist.
12.03.2020, 12:29
Lesedauer: 1 Min
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Von Janet Binder

Nach fünf Monaten Polarnacht ist auf der Arktis-Expedition des Forschungsschiffs „Polarstern“ am Donnerstag erstmals wieder die Sonne über den Horizont geklettert. „Die Sonne habe ich zum letzten Mal am 5. Oktober gesehen“, sagte Kapitän Stefan Schwarze, der seit Fahrtbeginn im September 2019 an Bord ist. Danach sei es immer dunkler geworden. Auf der Eisscholle, mit der die „Polarstern“ ein Jahr lang durch die zentrale Arktis driftet, hätten die Forscher nur mithilfe von Scheinwerferlicht arbeiten können. Die Sonne habe er „wirklich sehr lange vermisst“.

Die letzten drei Wochen konnte die Crew in der Dämmerung bereits die ersten Vorboten der Sonne erleben, die bisher aber stets unter dem Horizont geblieben war. „Das schönste war zu sehen, wie unsere ganze kleine Welt, unser Mikrokosmos, in dem wir uns seit Monaten bewegt haben, immer größer wurde.“ Die „Polarstern“ und die Scholle erschienen aber wie ein „ganz kleines Nichts“ in der riesigen Arktis.

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