Klimaprotest

Fridays for Future kehrt am Freitag nach Bremen zurück

Monatelang musste die Klimabewegung Fridays for Future wegen Corona Pause machen. Am Freitag kehren die Aktivisten mit deutschlandweit mehr als 300 Aktionen zurück - auch in Bremen.
22.09.2020, 06:12
Lesedauer: 2 Min
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Von Thorsten Waterkamp und Linda Vogt

Nach einer monatelangen coronabedingten Pause rufen Greta Thunberg und die Klimabewegung Fridays for Future zu einem neuen global koordinierten Klimaprotesttag auf. Demonstriert werden soll dann auch wieder in Bremen – fast auf den Tag genau ein Jahr nach dem großen Klima-Protestzug 2019, als die Bewegung etwa 30 000 Menschen auf die Straße brachte.

Das Konzept für den Protestzug am kommenden Freitag, 25. September, unterscheidet sich unter Corona-Bedingungen allerdings von dem des Vorjahres. Die Organisatoren planen mit sechs einzelnen Protestzügen, die sich am Ende zur Kundgebung am Osterdeich treffen. Gestartet werden sollen die Laufrouten in Walle, Hastedt, Schwachhausen, in der Neustadt und am Hauptbahnhof. In Sebaldsbrück soll zudem eine Fahrrad-Demo starten. Alle weiteren Informationen über die Demo haben wir hier für Sie zusammengefasst.

Bundesweit rechnet Fridays for Future für Freitag mit mehr als 300 Klimastreiks, wie aus einer Auflistung des deutschen Ablegers der Bewegung hervorgeht. Nach einer rund halbjährigen Pause in der Corona-­Krise wollen Aktivisten der Klimabewegung Fridays for Future auch in Hannover wieder auf den Straßen demonstrieren. Man wolle sich an dem globalen Klimastreik am 25. September beteiligen, hieß es in einer Mitteilung der Ortsgruppe Hannover. Geplant seien Veranstaltungen auf dem Cityring, um die Innenstadt an diesem Tag autofrei zu machen.

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Im Juli hatte die Klimabewegung verkündet, trotz der Corona-Krise im Herbst wieder weltweit auf den Straßen demonstrieren zu wollen. „Nach langen Abstimmungen mit Aktivistinnen und Aktivisten aus der ganzen Welt haben wir uns entschieden, für den 25. September zum nächsten globalen Klimastreik aufzurufen“, sagte die Aktivistin Luisa Neubauer. Die Entscheidung sei nicht leicht gefallen. „Angesichts anhaltender klimapolitischer Ignoranz wollen und müssen wir offensichtlich wieder auf die Straßen gehen.“

Im vergangenen Jahr hatte Fridays for Future mehrere Male weltweit koordinierte Klimagroßproteste abgehalten. Allein in Deutschland hatten sich daran jeweils mehrere Hunderttausend Menschen beteiligt. Seit Ausbruch der Corona-Pandemie hatten die Schwedin Greta Thunberg und andere Klimaaktivisten vor allem im Internet für ein stärkeres Handeln gegen die Klimakrise demonstriert. Aktionen etwa vor dem Berliner Reichstag gab es zwar, sie blieben aber die Ausnahme.

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