Nach Bränden im Jugendzentrum

Friese im Bremer Steintor bleibt vorerst geschlossen

Nach dem Brand im Jugendzentrum Friese bleiben die Räume vorerst geschlossen. Neue Erkenntnisse der Polizei gibt es nicht, viele Bremer Gruppen rufen aber zur Demonstration auf.
18.02.2020, 16:37
Lesedauer: 1 Min
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Friese im Bremer Steintor bleibt vorerst geschlossen
Von Pascal Faltermann
Friese im Bremer Steintor bleibt vorerst geschlossen

Das Jugendzentrum „Die Friese“ in der Friesenstraße. Nach dem Brand bleibt es vorerst geschlossen.

PETRA STUBBE

Das Jugendzentrum Friese im Bremer Steintor muss vorerst geschlossen bleiben. Nach den zwei Bränden in der Nacht zu Sonntag sind die Räume noch nicht wieder freigegeben. „Wir haben eine vorläufige Betriebsuntersagung erteilt“, sagt Peter Schulz, Sprecher von Immobilien Bremen, das als Liegenschaftsverwalter das Gebäude in der Friesenstraße betreut.

Am Dienstagvormittag waren Fachleute von Immobilien Bremen vor Ort und inspizierten die drei Brandherde im Obergeschoss. „Wir werden nun am Mittwoch mit einem externen Brandgutachter und Chemiker in die Räume gehen, um eine eventuelle Gefährdung durch Schadstoffe auszuschließen“, so Schulz. Dabei sollen Proben genommen und analysiert werden. Mit einem Prüfbericht rechnen die Verantwortlichen in der kommenden Woche. Dann könne auch etwas zur Schadenshöhe gesagt werden, so Schulz. Ziel sei es, das Jugendzentrum im Erdgeschoss so schnell wie möglich wieder zu öffnen. Aber die Gesundheit der Mitarbeiter und Besucher gehe vor. In den Obergeschossen müsste der Hauptraum wohl entkernt, weitere Zimmer grundgereinigt werden.

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Die Ermittlungen der Polizei dauern unterdessen an, teilt Pressesprecherin Franka ­Haedke mit. Im Rahmen der Tatortarbeit sind die Ermittler der Polizei auf Aufkleber aufmerksam geworden, die einen „rechtspopulistischen Bezug“ aufweisen. Dem gehe der Staatsschutz weiter nach. „Neue Erkenntnisse gibt es noch nicht“, so Haedke.

Einen möglichen Zusammenhang mit den zwei Bränden in der Östlichen Vorstadt und in der Vahr am Montagmorgen sieht die Polizei nicht. „Wir haben keine Hinweise, dass es eine Verbindung zu dem Feuer des Imbisses am Stadionbad oder der Gaststätte in der Vahr gibt“, so Haedke. Aber auch hier laufen die Ermittlungen in alle Richtungen.

Am Donnerstag, 20. Februar, soll es um 18.30 Uhr auf dem Ziegenmarkt im Bremer Viertel eine Demonstration wegen des möglichen Brandanschlags auf die Friese geben. Unter dem Titel „Rechten Terror stoppen! Antifaschistische Selbsthilfe organisieren“ rufen das Bündnis „Solidarity City Bremen“ und andere Gruppen zu dem Protest auf.

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