Pflanzenbörse der Dorfgemeinschaft Beckedorf lockt mit heimischen und exotischen Gewächsen Frisch aus dem Garten

Beckedorf. Elke Schulz hat ausschließlich Pflanzen aus ihrem Garten mitgebracht. „Was ich hier nicht verkaufe, das kommt wieder in die Erde.
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Peter Otto

Elke Schulz hat ausschließlich Pflanzen aus ihrem Garten mitgebracht. „Was ich hier nicht verkaufe, das kommt wieder in die Erde.“ Die Aumunderin hatte am Sonnabend mit etwa zehn weiteren Anbietern ihren Stand unter den Bäumen an der Mühlenstraße aufgebaut. Diese Pflanzenbörse für private Anbieter organisiert die Dorfgemeinschaft Beckedorf seit mehr als sieben Jahren im Frühjahr und Herbst.

Ab neun Uhr fanden sich bei sonnigem Herbstwetter zahlreiche Pflanzenfreunde ein, um das reichhaltige Angebot zu sichten. Elke Schulz war das erste Mal dabei. Aus ihrem 800 Quadratmeter großen Garten in Aumund hatte sie weißen Winterzauber und gelben Sonnenhut mitgebracht, außerdem Iris, blaue Rispe und Vergissmeinnicht. „Ich wundere mich, dass das alles so gut bei mir wächst“, sagte sie. Und nun wolle sie etwas davon abgeben.

Hilde und Hermann Schulz, ebenfalls aus Aumund, boten Efeu und Bodendecker an, Lebens- und Buchsbäume sowie Walderdbeeren. Aus den Früchten ihres Gartens in Beckedorf hatte Christine Wiltag Marmeladen und Gelees gekocht und in Gläser gefüllt. Etiketten verrieten den Inhalt: Johannisbeere und Erdbeere, Quitten und Rhabarber, aber auch exotische Mischungen wie Apfel-Ingwer oder Brombeere-Banane. Eine Anbieterin hatte vor einiger Zeit Kakaobohnen aus Afrika mitgebracht. Zu Hause topfte sie die Bohnen ein und zog daraus eine Pflanze, die tatsächlich Schoten mit Kakaobohnen ausgebildet hat. „Weil ich gerne Kaffee trinke, habe ich auch eine Kaffeepflanze aufgezogen“, erzählte sie stolz.

In Lilly Kernigs Garten in Schwanewede blühen Akelei, Schwertlilien und Vexiernelken. „Was da zu groß und zu viel ist, bringe ich zur Pflanzenbörse“, sagte sie. Ein vielfältiges Angebot hatte auch Ute Hornlein aus Vegesack im Sortiment: von selbst gemachten Marmeladen über schmucke Deckchen bis hin zu nicht alltäglichen Pflanzen, Mandarinen und Feigen beispielsweise. „Man muss einfach die Kerne in die Erde stecken und warten, bis sich was tut. Und meistens tut sich was“, sagte sie lächelnd.

Herbert Bauer überraschte mit seinen „labilen Donnerbalken“ und selbst gebastelten Futterhäuschen für Eichhörnchen. Und damit begann auf der Verkaufsmeile der Flohmarkt. Der elfjährige Lukas und sein zehn Jahre alter Freund Aaron hatten ihre Kinderzimmer ausgemistet. Alles, womit sie nicht mehr spielen wollten, boten sie zum Kauf an. An weiteren Ständen gab es das ganze Sammelsurium eines zünftigen Flohmarktes.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+