Public Viewing im Viertel Fußball-Fest auf dem Goetheplatz

Bremen. Mehrere hundert Fußballfans haben am Sonnabend bei heißem Sommerwetter das WM-Spiel zwischen Deutschland und Argentinien auf dem Goetheplatz und im Viertel verfolgt. Nach dem Abpfiff wurde dann an der Sielwallkreuzung weitergefeiert.
03.07.2010, 19:46
Lesedauer: 2 Min
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Fußball-Fest auf dem Goetheplatz
Von Daniel Stöckel

Bremen. Wie schon beim WM-Achtelfinale war das Viertel auch am Sonnabend wieder im WM-Fieber. In vielen Kneipen und Restaurants waren Fernseher aufgebaut. Draußen versammelten sich die meisten Fans zum Public Viewing wieder vor dem Theater auf dem Goetheplatz. Zum Teil hatten die Zuschauer eigene Stühle mitgebracht und neben Bierzeltgarnituren vor der Großbildleinwand aufgebaut.

Bei hochsommerlichen Temperaturen wurde von Beginn an jeder gewonnene Zweikampf der deutschen Nationalmannschaft und jede Gelbe Karte der „Gauchos“ frenetisch bejubelt. Wegen der Hitze waren Fächer, Sonnenhüte und Handtücher, die auf den Kopf gelegt wurden, an der Tagesordnung.

Zusätzlich verteilten die Kellner neben viel Bier und Mineralwasser auch kostenlose, mit Eiswürfeln gefüllte Plastikbecher. Daraus entwickelte sich während der Partie so manche Geschäftsidee. „Nimm‘ doch 50 Cent für die Eiswürfel, dann machst du ein gutes Geschäft“, lautete ein Ratschlag an den fleißigen Kellner, während dessen Kolleginnen und Kollegen Würstchen, Kartoffelsalat und Pommes an die hungrigen Fans verkauften.

Beliebt machte sich während der Partie unter anderem auch Christian, der extra zum Public Viewing eine Blumenspritze mit Wasser mitgebracht hatte und zunächst seine unmittelbare Umgebung mit Wasserspritzern versorgte.

"Sei nicht so geizig damit"

Diese Tätigkeit weitete er dann in der zweiten Spielhälfte aus, in dem er – gut ausgerüstet mit Bier in der linken und Blumenspritze in der rechten Hand – durch die Zuschauerreihen wanderte. „Sei nicht so geizig damit“, musste sich Christian dabei auch noch anhören.

Regelrechte Erleichterung machte sich zwischenzeitlich breit, als die Sonne für ein paar Minuten hinter Wolken verschwand: „Schön“ und „Ein Traum“ wurde das entsprechend kommentiert.

Ein besonders lautes Raunen ging durch die Menge, als Per Mertesacker in der 53. Minute aus kürzester Entfernung einen Ball direkt ins Gesicht bekam. Als Miroslav Klose dann das 2:0 für die DFB-Elf machte und Diego Maradonas enttäuschtes Gesicht auf der Leinwand auftauchte, stand der Theaterplatz zum zweiten Mal Kopf. „So sehen Sieger aus“ sangen die Fans nach dem 3:0 und dem anschließenden vierten deutschen Treffer.

„Das ist echt unglaublich“, sagte Tobias Nätscher nach dem Schlusspfiff. „Erst das 4:1 gegen England und jetzt das. Jetzt werden wir wohl Weltmeister, was? Das ist genial.“ Grund genug zum ausgiebigen Feiern. „Ich habe zwar gestern schon bei der Breminale ordentlich gefeiert und bin eigentlich platt. Aber jetzt ist die Energie wieder da und es geht mit Vollgas weiter.“

Fans feierten mitten auf der Sielwallkreuzung

Nach dem Schlusspfiff folgte das bereits aus dem Achtelfinale bekannte Programm. Die Fans strömten vom Goethe- und Ulrichsplatz und aus den Kneipen und Restaurants in Richtung Sielwallkreuzung. Nach einiger Zeit half auch die Anwesenheit der Polizei nicht mehr und viele Fußball-Fans versammelten sich mitten auf der Straße zum gemeinschaftlichen Feiern.

Auch rund um den Bahnhof herrschte das mittlerweile schon fast gewohnte Bild: Hupende Autos, verstopfte Straßen und laute Fußball-Party unter der Hochstraße.

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