Kommentar zum Grünen-Vorstoß

Galopprennbahn-Einfall kommt reichlich spät

Nach viel Protest von Bürgern haben die Bremer Grünen vorgeschlagen, nur einen Teil des Rennbahn-Areals zu bebauen. Das ist ein guter, aber gleichzeitig auch verspäteter Einfall, findet Pascal Faltermann.
30.01.2019, 20:30
Lesedauer: 1 Min
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Galopprennbahn-Einfall kommt reichlich spät
Von Pascal Faltermann
Galopprennbahn-Einfall kommt reichlich spät

Die Rennbahn-Initiative ist nicht nur sehr wahrscheinlich mit ihrem Volksbegehren erfolgreich, sondern hat auch ordentlich Druck auf die Politik ausgeübt.

Christian Walter

Warum erst jetzt? Der Vorschlag der Bremer Grünen, die Galopprennbahn nur zur Hälfte zu bebauen und die andere Hälfte für Natur, Sport und Freizeit zu nutzen, kommt spät. Es ist inhaltlich ein guter Ansatz, ein Kompromiss, mit dem bestimmt wesentlich mehr Bürger leben können. Keine Hochhäuser, mehr Pflanzen, Plätze mit Aufenthaltsqualität, eine bessere Verbindung für die benachbarten Stadtteile und auch Wohnungen.

All das macht Sinn. Aber dieser Vorschlag könnte zu spät kommen. Die Grünen müssen sich jetzt ganz fix mit ihrem noch skeptischen Regierungspartner SPD einigen. Bis zu der Sondersitzung der Bürgerschaft muss ein Entwurf für ein Ortsgesetz vorgelegt werden.

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Zudem muss sehr zeitnah geklärt werden, ob es möglich ist, einen Gegenvorschlag mit auf den Stimmzettel eines sehr möglichen Volksentscheids zu bekommen. Alles in allem wird deutlich, dass sich Engagement der Bürger lohnt. Die Rennbahn-Initiative ist nicht nur sehr wahrscheinlich mit ihrem Volksbegehren erfolgreich, sondern hat auch ordentlich Druck auf die Politik ausgeübt. Und das macht irgendwie auch Hoffnung.

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