Gastronomie in Bremen CDU fordert Perspektiven für Restaurants und Lokale

Die Bremer CDU fordert Perspektiven für die Gastronomie. Weil Niedersachsen ab kommender Woche die Corona-Regeln lockern will, erwarten die Christdemokraten, dass die Regeln in Bremen daran angeglichen werden.
06.05.2021, 05:00
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CDU fordert Perspektiven für Restaurants und Lokale
Von Pascal Faltermann

Niedersachsen will ab kommender Woche die Corona-Regeln auch für die Gastronomie lockern. In Bremen sind Öffnungen derzeit noch nicht angedacht. „Wir brauchen aber eine Angleichung an Niedersachsen“, sagt Jens Eckhoff, stellvertretender CDU-Landesvorsitzender und Kreisvorsitzender der CDU Bremen-Stadt. Zusammen mit Michael Jonitz, Vorsitzender der CDU Mitte/Östliche Vorstadt, hat er zwölf Maßnahmen, Pläne und Ideen aufgelistet, die nach dem Lockdown schrittweise greifen sollen. „Die Regierung beschäftigt sich immer noch mit den gleichen Fragen wie vor einem Jahr, die Gastronomen brauchen aber eine Perspektive“, sagt Jonitz.

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In den Kommunen in Niedersachsen, in denen die Sieben-Tage-Inzidenz stabil unter 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner liegt, treten ab der kommenden Woche Lockerungen in Kraft. Im Bereich Gastronomie dürfen dort ab dem 10. Mai Restaurants und Lokale ihre Außengastronomie öffnen. Etwa zwei Wochen später soll dann auch die Innengastronomie folgen. Erforderlich für den Besuch in Lokalen ist dann aber ein vollständiger Impfschutz oder ein negatives Testergebnis. Hygienekonzepte, Abstandsregeln und Maskenpflicht gelten weiter. „Mit Priorität auf die Außengastronomie müssen auch wir an Lösungen arbeiten“, sagt Eckhoff.

Das Maßnahmenbündel der beiden CDU-Politiker sieht als ersten Schritt eine Taskforce mit Vertretern aus Einzelhandel, Gastronomie, Kultur, Veranstaltungsbranche und Behörden vor. Diese Arbeitsgruppe soll sich wöchentlich austauschen und „Bremer Lösungen“ finden. Befürwortet wird auch das Tübinger Modell für Bremer Testprojekte, bei denen durch Tests und die „Gast Bremen“-App der Bremer Gastro-Gemeinschaft Außengastronomie genutzt wird und Kontakte zurückverfolgt werden können. Weiter sehen die CDU-Pläne vor, eine Vertrauenskampagne zu starten, leere Ladenflächen zu öffnen und zu bespielen sowie Buden in der City und den Quartieren aufzustellen. Weil die Gastro-Branche sehr leide, müsste in weiteren Schritten über Maßnahmen nachgedacht werden, die die Angebote der Wirte beleben, so Jonitz.

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„Die Inzidenz liegt in der Stadt Bremen derzeit leider noch immer deutlich über 100, sodass immer noch die Bundesnotbremse gilt„, sagt Senatssprecher Christian Dohle. Der Senat werde sich aber selbstverständlich auf die Zeit vorbereiten, wenn die Inzidenz stabil unter 100 liegt. “Einzelheiten lassen sich derzeit noch nicht sagen, aber die Regelungen im benachbarten Niedersachsen spielen dabei sicherlich eine Rolle“, so Dohle.

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