Kommentar zum Bremer Verfassungsschutzbericht

Gefahr durch Anschläge bleibt allgegenwärtig

Auch wenn es in Deutschland 2018 keine islamistischen Terroranschläge gab, warnt der Bremer Verfassungsschutz vor der Gefahr weiterer Attentate. Richtig so, sagt Redakteur Ralf Michel.
24.04.2019, 21:42
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Gefahr durch Anschläge bleibt allgegenwärtig
Von Ralf Michel
Gefahr durch Anschläge bleibt allgegenwärtig

Die Gefahr von Anschlägen bleibt allgegenwärtig, meint Ralf Michel. Auch in Bremen, wo die Zahl der Salafisten erneut gestiegen ist.

Carmen Jaspersen/dpa

Die Gefahr islamistischer Anschläge ist schwer zu fassen. 2018 gab es keinen Terroranschlag in Deutschland. Doch daraus Rückschlüsse über die Notwendigkeit des Verfassungsschutzes zu ziehen, verbietet schon allein der Blick auf unsere europäischen Nachbarn. Nach Amsterdam, Lüttich, Manchester, Straßburg oder Paris. Überall dort gab es im vergangenen Jahr Terroranschläge.

Ganz zu schweigen von den Selbstmordattentaten am Ostersonntag in Sri Lanka. Wenn es sich denn bestätigt, dass diese Anschläge vom IS ausgeführt wurden, zeigt dies, wie weit dessen Arm nach wie vor reicht. Und wenn der Auslöser dafür tatsächlich der Anschlag auf zwei Moscheen in Neuseeland war, beweist dies, wie international die Täter vorgehen.

Dass die Mehrzahl von ihnen inzwischen nicht mehr einreist, sondern im Land ihrer Anschläge aufwächst, sich dort radikalisiert und die Attentate dann mit vergleichsweise einfachen Mittel durchführt, ist zusätzlich beängstigend. Und ein weiteres Argument für einen starken Verfassungsschutz. Die Gefahr von Anschlägen bleibt allgegenwärtig. Auch in Bremen, wo die Zahl der Salafisten erneut gestiegen ist.

Lesen Sie auch

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+