Senator widerspricht Trägern Geförderte Jobs für Arbeitslose

Bremen. Mehr als 200 geförderte Stellen für Langzeitarbeitslose in Stadtteilprojekten drohen wegzufallen. Das sagt der Verband arbeitsmarktpolitischer Dienstleister in Bremen (Vadib) und übt Kritik.
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Mehr als 200 geförderte Stellen für Langzeitarbeitslose in Stadtteilprojekten drohen wegzufallen. Das sagt der Verband arbeitsmarktpolitischer Dienstleister in Bremen (Vadib) und übt Kritik. Daraufhin meldet sich nun Arbeitssenator Martin Günthner (SPD) zu Wort und widerspricht: „Die Behauptung, dass der Soziale Arbeitsmarkt gekürzt wird, ist falsch. Die Maßnahmen für Langzeitarbeitslose werden im Gegenteil sukzessive ausgebaut.“ Ziel sei es allerdings auch, neue und verlässliche Strukturen aufzubauen, die das bisherige System der Ehrenamtlichkeit ersetzen. „Im Ergebnis werden die Institutionen in den Stadtteilen Beschäftigung anbieten können, die dann allerdings künftig anders finanziert wird“, so Günthner.

Die Intervention des Vadib sei „ärgerlich“, so Günthner, schließlich habe es mit allen Trägern Gespräche darüber gegeben, wie die Plätze künftig gefördert werden könnten. So würden auf dem Kinderbauernhof in Tenever auch künftig drei Teilnehmer aus dem Programm „Soziale Teilhabe“ finanziert. Das gleiche gelte für Stellen bei der Hoppenbank e.V., im Kulturzentrum Lagerhaus, im ALZ, auf der Kinder- und Jugendfarm Habenhausen oder der Stadtteilfarm Huchting. Dabei werde es um 193 Plätze gehen, die überwiegend sozialversicherungspflichtige Beschäftigung böten. Das sei „ein erheblicher Fortschritt“, denn derzeit bekämen Arbeitslose, die als Ehrenamtliche arbeiten, nur eine Aufwandsentschädigung. Günthner hob hervor, dass es auch jenseits der regionalen Netze viele Möglichkeiten für geförderte Beschäftigung gebe. So habe Bremen unter anderem die Finanzierung von 200 Stellen über ein Bundesprogramm erreicht und könne über ein zweites Bundesprogramm weitere 200 Stellen finanzieren – alle sozialversicherungspflichtig.

Auch die Linke äußert sich: Wenn immerhin ein Teil der Stellen jetzt wieder über sozialversicherte Maßnahmen abgesichert werden solle, sei das „ein Fortschritt“, sagt Claudia Bernhard, arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Linksfraktion. Allerdings sei die Größenordnung dafür zu klein.

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