Demonstration in Bremen Gegen Rassismus und für gute Bildung

Gegen Rassismus und für gute Bildung für alle, dafür sind am Mittwoch ein paar Hundert Schülerinnen, Schüler, Studierende und Auszubildende in Bremen auf die Straße gegangen.
27.04.2016, 13:03
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Gegen Rassismus und für gute Bildung
Von Frauke Fischer

Gegen Rassismus und für eine gute Bildung für alle sind am Mittwoch einige Hundert Schülerinnen, Schüler, Studierende und Auszubildende in Bremen auf die Straße gegangen.

Nachdem sie sich am Hauptbahnhof gesammelt hatten, zogen sie mit Zwischenstopps an der Bildungsbehörde, am CDU-Haus am Wall und auf der Kreuzung Bürgermeister-Smidt-Straße/Am Wall in Richtung Hochschule in der Neustadt. Zum Schluss ging es zurück in die Innenstadt auf den Marktplatz. Initiiert hatte den Marsch das bundesweite Bündnis „Jugend gegen Rassismus“, das auch in anderen deutschen Großstädten zu Protestkundgebungen aufgerufen hatte.

Mehrfach legten die Demonstranten den Straßenverkehr lahm. Die Polizei begleitete den Zug durch die Stadt und leitete an mehreren Stellen kurzzeitig den Verkehr um.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wollten vor allem ein Zeichen gegen rechts und Rassismus setzen und sich damit auch gegen die regelmäßig stattfindenden Pegida-Demonstrationen in deutschen Städten wenden.

„Es gibt viele Geflüchtete bei uns in den Schulen, und wir wollen uns nicht separieren lassen“, sagte Claara König vom Organisationsteam des Bündnisses „Jugend gegen Rassismus“. Es gehe unter anderem um „gute, hochwertige Bildung für alle“, so die Schülerin. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die sich der Demonstration mit Lautsprecherwagen angeschlossen hatten, trugen auch Plakate, mit denen sie auf andere politische Probleme aufmerksam machten. Einige Gruppierungen stellten sich gegen das geplante TTIP-Abkommen und die derzeitige Flüchtlingspolitik mit der Schließung der Außengrenzen der Europäischen Union und dem Asylpakt auf der Basis sogenannter sicherer Herkunftsstaaten.

Lesen Sie auch

„Es gibt schon Parallelen zu den Bildungsstreiks der Vorjahre“, räumte Claara König ein. Vor allem 2014 und in den Jahren zuvor war es zu sogenannten Bildungsstreiks in Bremen und anderen Städten Deutschlands gekommen. Schüler und Studenten, aber auch andere Unterstützer, demonstrierten damals in einem breiten Bündnis konkret gegen Missstände an Schulen und Universitäten. Dabei ging es unter anderem um Protest gegen Studiengangsschließungen und gegen eine Kürzungspolitik, die die Unterrichtsversorgung gefährdete.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+