Senat beschließt geänderte Corona-Verordnung

Geimpfte und Genesene benötigen in Bremen keine Tests mehr

Der Bremer Senat hat am Dienstag Änderungen der Corona-Verordnung des Landes und damit Lockerungen für vollständig gegen Covid-19 Geimpfte und von einer Corona-Infektion Genesene beschlossen.
04.05.2021, 16:15
Lesedauer: 2 Min
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Geimpfte und Genesene benötigen in Bremen keine Tests mehr
Von Michael Rabba
Geimpfte und Genesene benötigen in Bremen keine Tests mehr

Vollständig gegen Covid-19 Geimpfte und von einer Corona-Infektion Genesene sollen künftig ohne negative Tests Dienstleistungen etwa beim Friseur nutzen können. Das sehen vom Bremer Senat beschlossene Änderungen der Corona-Verordnung vor.

Christin Klose / dpa

Vollständig gegen Covid-19 Geimpfte und von einer Corona-Infektion Genesene sollen künftig keine negativen Tests mehr benötigen, um Dienstleistungen etwa beim Friseur in Anspruch zu nehmen. Das sehen Änderungen der Corona-Verordnung des Landes Bremen vor, die der Bremer Senat am Dienstag beschlossen hat. Die Änderungen werden nach Befassung der Bremischen Bürgerschaft in Kraft treten können, was für diese Woche vorgesehen ist.

Ein vollständiger Impfschutz bestehe ab dem 15. Tag nach der abschließenden Impfung, erläutert die Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Linke). Der Nachweis über eine Infektion müsse mittels eines PCR-Tests erfolgt sein und „gilt für sechs Monate nach Ende der Absonderungspflicht“.

Der Senat hat die Corona-Verordnung zudem hinsichtlich der Überschreitung der Inzidenz von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen an das Infektionsschutzgesetz angepasst. Dies betrifft unter anderem das Terminshopping, das damit wieder bis zu einer Inzidenz von 150 möglich ist. „Zu beachten ist allerdings, dass Sonn- und Feiertage bei dem Fünf-Tage-Kriterium nicht mitgezählt werden“, so die Senatorin. Zusätzlich wird mit der Änderungsverordnung die Maskenpflicht an Grundschulen wieder in Kraft gesetzt.

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Als Nachweis über einen negativen Test gelten sowohl PCR-Tests als auch Antigen-Schnelltests und Selbsttests. Damit ein Selbsttestergebnis akzeptiert wird, muss der Test vor Ort und unter Aufsicht vorgenommen werden. Dabei bedarf es keiner fachkundigen Anleitung oder Aufsicht, bei der Durchführung muss aber eine Person anwesend sein, die für den jeweiligen Bereich, wie Friseur, Zoo oder Fußpflege, zuständig ist. „Damit wird sichergestellt, dass das Selbsttestergebnis tatsächlich aktuell ist und nur die Person Zugang zur Dienstleistung erhält, die tatsächlich getestet wurde“, heißt es in der Mitteilung der Gesundheitssenatorin weiter.

Darüber hinaus wird mit der Änderung der Corona-Verordnung die tatsächliche Testpflicht in Unternehmen umgesetzt. Durch die Sars-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung sind Unternehmen bereits verpflichtet, ihren Beschäftigten mindestens einen Test pro Woche anzubieten, wenn diese nicht im Homeoffice arbeiten können. Die Corona-Verordnung des Landes Bremen regelt zukünftig, dass Beschäftigte verpflichtet sind, diese Tests auch tatsächlich durchzuführen.

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