Kommentar über gelbe Säcke und Tonnen

Sack und Asche

Neue Ausschreibung, neues Glück? Die Sammlung sogenannter Leichtverpackungen wird vergeben. Egal wer es macht, er sollte ein offenes Ohr für Anliegen von Bremerinnen und Bremern haben, meint Justus Randt.
14.08.2020, 05:00
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Sack und Asche
Von Justus Randt
Sack und Asche

Für viele Bremer ein Ärgernis: gelbe Säcke. Entsprechende gelbe Tonnen sind aber derzeit kaum zu bekommen.

David Ebener/dpa

Fast nichts ist so wichtig für den Erfolg wie die Schnittstelle zwischen einem Unternehmen und seiner Kundschaft: das Callcenter, das Servicecenter oder zur Not die „Dialogannahme“ wie in manchen Branchen üblich. Selbst wenn es eine zweite Chance geben sollte – auch die kann man versemmeln. Das ließe sich dann nachhaltig nennen. Bellandvision, einer von bundesweit zehn Betreibern des Dualen Systems, und sein Auftragnehmer RMG haben das in Bremen geschafft.

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Was sich im Januar 2018 bei den Startschwierigkeiten abzeichnete, setzte sich fort, als sich Bremerinnen und Bremer gelbe Tonnen statt flatteriger Säcke für ihre Haushalte wünschten. Corona hin oder her: Wartezeiten von mehr als fünf Monaten, ohne dass ein Liefertermin in Sicht wäre, sind nicht nachvollziehbar.

Unfassbar ist, wie schlecht die Unternehmen zu erreichen sind und wie sie Kundenanliegen auf die lange Bank schieben oder gleich abtun. Wer bei der Ausschreibung für die kommenden drei Jahre das Rennen macht, sollte sich klar machen: Zum einen Ohr rein, durchs andere raus ist zwar auch eine Art duales System, wird aber von vielen in Bremen für Müll gehalten.

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