Keine neuen Kredite nötig Gemeinde legt Haushaltsplan vor

Berne. Die Gemeinde Berne legt ihren Haushalt für das Jahr 2013 vor. Es ist das erste Exemplar, das nach den Vorschriften des Niedersächsischen Kommunalverfassungsgesetzes in der doppelten Buchführung erstellt ist. Die Umstellung von der kameralen Haushaltsführung auf die sogenannte Doppik ist der Grund, weshalb sich die Haushaltsberatung verzögert hat. Am heutigen Dienstag kommt der Finanzausschuss trotz der Sommerferien um 18 Uhr im alten Rathaus zur Beratung über den neuen Plan zusammen. Gemeindekämmerin Anke Egenhoff steht den Ratsvertretern für Erläuterungen zur Verfügung.
16.07.2013, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Hannelore Johannesdotter

Berne. Die Gemeinde Berne legt ihren Haushalt für das Jahr 2013 vor. Es ist das erste Exemplar, das nach den Vorschriften des Niedersächsischen Kommunalverfassungsgesetzes in der doppelten Buchführung erstellt ist. Die Umstellung von der kameralen Haushaltsführung auf die sogenannte Doppik ist der Grund, weshalb sich die Haushaltsberatung verzögert hat. Am heutigen Dienstag kommt der Finanzausschuss trotz der Sommerferien um 18 Uhr im alten Rathaus zur Beratung über den neuen Plan zusammen. Gemeindekämmerin Anke Egenhoff steht den Ratsvertretern für Erläuterungen zur Verfügung.

Der Haushalt besteht künftig aus dem Ergebnis- und Finanzhaushalt, den Teilhaushalten I und II und dem Stellenplan. Kein Teil ist mehr mit der früher üblichen Darstellung identisch. Statt Einnahmen und Ausgaben gibt es jetzt Erträge und Aufwendungen. Gebucht werden erstmals auch Abschreibungen, dargestellt wird der Zuwachs oder Verzehr von Werten. Wie der Vorlage zu entnehmen ist, ist der Gesamtergebnishaushalt in Höhe von 9711400 Euro ausgeglichen. Ein ausgewiesener Überschuss in Höhe von 88200 Euro wird zur Deckung von Fehlbeträgen aus den kameralen Vorjahren eingesetzt.

Der Finanzhaushalt umfasst die Ein- und Auszahlungen der laufenden Verwaltungstätigkeit, die Investitionen und Finanzierungen. Laut Plan weisen die Einzahlungen aus laufender Verwaltungstätigkeit eine Summe von 9814200 aus, die Auszahlungen 9176400 Euro. Die laufende Verwaltungstätigkeit hat somit einen Überschuss von 637800 Euro. Der muss für den Abbau von Liquiditätskrediten eingesetzt werden. Wie die Kämmerin ausführt, wird die Gemeinde Berne 2013 keine neuen Kredite aufnehmen.

Zwei Teilhaushalte sind den Fachbereichen zugeordnet. Teilhaushalt I ist dem Fachbereich I (Finanzen und Verwaltung), Teilhaushalt II dem Fachbereich II (Bau- und Bürgerdienste). Der zweite Teilhaushalt weist in 2013 Investitionen unter anderem für das Feuerwehrhaus Berne in Höhe von 35000 Euro aus und für 2014 und 2015 Verpflichtungsermächtigungen von 270000 beziehungsweise 150000 Euro.

Investiert werden sollen 699000 Euro in die Städtebauförderung, 100000 Euro in die Industriestraße und 25000 Euro in die Sanierung von Brücken. Diese Investitionen sowie die eingeplanten Mittel für die Zuwegung zur Sporthalle Berne, die Finanzierung von Kompensationsflächen für den Bebauungsplan Nummer 45 und die Enderschließung des Baugebietes Neuenkoop ziehen aufgrund ihrer langfristig angelegten Umsetzung weitere Verpflichtungsermächtigungen nach sich.

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