DLRG nimmt neues Fahrzeug und das Rettungsboot „Juliusplate“ in Dienst / Einsatz auf Ritzenbütteler Badesee Gerätewagen zur Wasserrettung

Die zwölfjährige Emily Meyer durfte das neue Strandrettungsboot der DLRG Stedinger Land taufen. Das Boot "Juliusplate" wird auf dem künftigen Ritzenbütteler Badesee zum Einsatz kommen. Neu ist auch der Gerätewagen Wasserrettung – das erste DLRG-Fahrzeug mit Digitalfunk.
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Von Hannelore Johannesdotter

Die zwölfjährige Emily Meyer durfte das neue Strandrettungsboot der DLRG Stedinger Land taufen. Das Boot "Juliusplate" wird auf dem künftigen Ritzenbütteler Badesee zum Einsatz kommen. Neu ist auch der Gerätewagen Wasserrettung – das erste DLRG-Fahrzeug mit Digitalfunk.

Berne. Das neue Strandrettungsboot der DLRG Stedinger Land heißt "Juliusplate". So taufte es die zwölfjährige Emily Meyer während eines Festaktes. Die DLRG hat das gebraucht gekaufte, aufblasbare Rettungs-Schlauchboot aus eigenen Mitteln finanziert. Es soll insbesondere auf dem künftigen Ritzenbütteler Badesee in der Gemeinde Lemwerder zum Einsatz kommen.

Der ganze Stolz der DLRG Stedinger Land ist jedoch ein funkelnagelneuer Gerätewagen Wasserrettung, der bei dem Festakt in Dienst gestellt wurde. Der Mercedes-Benz Sprinter mit Automatik-Getriebe und Allrad-Antrieb hat 86265 Euro gekostet. Von dieser Summe übernahm das Land Niedersachsen 64700 Euro. Der Gerätewagen löst seinen 27 Jahre alten Vorgänger ab. Ein Mitglieder-Trio, bestehend aus Ralf Ripken, Patrick Niehus und Lukas Voigt arbeitete sich in die vorschriftsmäßige Ausstattung und Lackierung des Wagens ein. Er ist als erstes DLRG-Fahrzeug mit Digitalfunk ausgerüstet – Funkname Pelikan Wesermarsch 74-17-1-A –, und führt eine Seilwinde mit sich, die alternativ vorn oder hinten am Fahrzeug angebracht werden kann.

Als Hochtop ermöglicht der Wagen den Rettern das Stehen im Fahrzeug. In den Fächern gibt es unter anderem vier Ausrüstungen für Strömungsretter, sechs Westen für normale Rettungsschwimmer, einen Rettungsschlitten, Megafon und Winkerkelle zum Absichern einer Einsatzstelle, Handscheinwerfer und Erste-Hilfe-Koffer.

Förderung der Katastrophenschützer Der stellvertretende Polizeipräsident Jürgen Grüll informierte, dass der Bund 2007 eine neue Strategie zum Schutz der Bevölkerung vor Katastrophen entwickelt habe. Seither trägt der Staat die Kosten für die Ausstattung der Katastrophenschützer nicht mehr – er ergänzt sie nur noch. Als Ausgleich habe das Land Niedersachsen ein Förderprogramm in Höhe von 1,6 Millionen Euro zur Modernisierung der Katastrophenschutz-Einheiten aufgelegt. Aus diesem Topf beschaffte die Wesermarsch 2012 sechs Fahrzeuge mit einer Gesamtförderung von 158177 Euro. Darunter auch den MB Sprinter für die DLRG Stedinger Land.

Der stellvertretende Landrat, Dieter Kohlmann, erinnerte daran, dass sich der Landkreis Wesermarsch im Jahr 2002 nach langer Diskussion entschieden habe, die DLRG mit der Wasserrettung zu beauftragen. Sie wird bei Schadensfällen jetzt unmittelbar mit alarmiert.

Kohlmann wertete diese Entscheidung als richtig im Hinblick auf die wachsenden Gefahren an der Weser, die durch mehrfache Vertiefungen heute eine gefährliche Strömung entwickle. Alle weiteren Gratulanten, darunter Bürgermeister Franz Bittner, Landtagsabgeordneter Björn Thümler. Kreisbrandmeister Heiko Basshusen, der Vizepräsident der DLRG im Bezirk Oldenburg-Nord, Jürgen Seiler, und der DLRG-Vize-Bezirksvorsitzende Detlef Frobenius lobten das Engagement der Rettungsschwimmer einhellig.

Neben ihren beruflichen Verpflichtungen qualifizierten sie sich im Ehrenamt und leisteten somit einen vorbildlichen Beitrag für die Gesellschaft. Als Organisation, die den Kindern das Schwimmen beibringe und an Badestränden wache, seien die Mitarbeiter der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft unverzichtbar.

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