Kein Tanz in den Mai: Umwandlung des BWK-Verwaltungsgebäudes in Veranstaltungssaal verzögert sich Gerockt wird erst im Herbst

Blumenthal. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben: Zwar wird es im alten BWK-Verwaltungsgebäude keinen Tanz in den Mai geben, wie der Veranstalter Gerd Peschel ankündigte, aber Blumenthal wird mit dem denkmalgeschützten Trakt einen neuen Musik- und Theatersaal bekommen. Als Termin nannte Peschel nun den Herbst, das Vorhaben sei mit der Politik abgesprochen, wie auch Ortsamtsleiter Peter Nowack bestätigte.
30.04.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Robert Goldberg

Blumenthal. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben: Zwar wird es im alten BWK-Verwaltungsgebäude keinen Tanz in den Mai geben, wie der Veranstalter Gerd Peschel ankündigte, aber Blumenthal wird mit dem denkmalgeschützten Trakt einen neuen Musik- und Theatersaal bekommen. Als Termin nannte Peschel nun den Herbst, das Vorhaben sei mit der Politik abgesprochen, wie auch Ortsamtsleiter Peter Nowack bestätigte.

Wie vor einiger Zeit berichtet, will der einstige Wirt des Vegesacker Fährhauses mit Volker Siedenburg und Besitzer Matthias Gill, der im vergangenen Dezember das denkmalgeschützte Verwaltungsgebäude der Bremer Woll-Kämmerei AG (BWK) von der Wirtschaftsförderung Bremen übernommen hat, das Großraumbüro mit Säulenelementen in einen stilvollen Veranstaltungssaal umwandeln. Die Drei wollen den rund 450 Quadratmeter großen Saal mit Bühne und zwei Theken versehen, optisch soll die Gründerzeit-Architektur aufgepeppt werden.

Eigentlich sollte der Tanz in den Mai die Nagelprobe für das Gebäude werden, vorab hatte Peschel schon für die Ostertage Live-Musik, Disco und Jazz-Frühschoppen angekündigt. Doch die Bauaufnahme zog sich länger hin, viel Arbeit müsse noch in die Peripherie des künftigen Veranstaltungstraktes gesteckt werden, Peschel nannte stellvertretend die Toilettentrakte. "Es gibt aber keine Extra-Auflagen, die vom Bauamt oder vom Denkmalschutz kommen", erklärte Peschel auf Nachfrage.

Positives Signal von der Politik

"Unsere Idee ist sehr entgegenkommend aufgenommen worden", führte der ehemalige Wirt, der bereits dem Hotel Stagge in Osterholz-Scharmbeck wieder Live-Musik bescherte, aus. Man habe von der örtlichen Politik ein positives Signal bekommen. "Das stimmt", sagt Blumenthals Ortsamtsleiter Peter Nowack. Obwohl dem Beirat noch kein Antrag für den Umbau des Verwaltungsgebäudes vorliegt, hat Nowack sich bereits mit dem Beiratssprecher und dessen Vertreter kurzgeschlossen. "Falls ein Antrag zur Umgestaltung kommt, wird er grünes Licht bekommen und zügig abgearbeitet werden", so Nowack.

Das Verwaltungsgebäude stammt aus der Gründerzeit: 1898 wurden von dort aus, im Haus mit der markanten Fassade und den schweren Holztüren, die Geschicke der Bremer Woll-Kämmerei gelenkt. In der einstigen BWK-Werkszeitung "Sir Charles" wurde das heute unter Denkmalschutz stehende Gebäude noch 2005 hoch gelobt. "Noch heute strahlt das Bürogebäude die gediegene Büroatmosphäre des damals gerade begonnenen 20. Jahrhunderts aus. Im holzgetäfelten Sitzungsraum mit den überlebensgroßen Porträts in Öl der ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der BWK an den Wänden fühlt sich der Besucher zurückversetzt in eine andere Zeit."

Zum 1. August 2005, vier Jahre vor dem Ende der BWK, verließen die 43 Mitarbeiter der Verwaltung den prunkvollen Verwaltungssitz des Blumenthaler Unternehmens. Das Gebäude war schon damals an die Stadt (später: Wirtschaftsförderung Bremen) verkauft worden, die BWK hatte das Gebäude von der Stadt angemietet.

Noch sei man bei der "Machbarkeitsstudie" wie der zentrale Raum umzugestalten sei, so Peschel. Die Grundsubstanz ist nicht schlecht: Holzparkett, im Keller eine neue Heizung wie auch Toiletten, stilvolle Säulen im Raum, viele und große Fenster, lediglich Strom und Wasser müssten neu gelegt werden.

Vor allem Live-Musik, aber auch Theatervorstellungen können sich Peschel & Co. dort vorstellen: Rock und Irish-Folk wurden genannt, eine kleine Bühne soll entstehen, die auch für Theatervorstellungen genutzt werden könnte. Eine Gastronomie für die Wochenenden oder die ganze Woche soll angeschlossen werden.

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