Deutscher Schulpreis

Gesamtschule Ost in Finalrunde

Eine Schule aus Bremen-Tenever ist Finalist beim bundesweiten Bildungswettbewerb. Die Jury lobte bei einem Besuch die enge Zusammenarbeit mit anderen Bremer Institutionen.
16.02.2018, 18:56
Lesedauer: 1 Min
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Gesamtschule Ost in Finalrunde
Von Christian Hasemann
Gesamtschule Ost in Finalrunde

Melodie des Lebens 19

JOERG SARBACH und CN=Weser-Kurier\, Freie Mitarbeiter Lokales,OU=Redaktion,OU=BTAG,OU=Anonyme Accounts,OU=wk,DC=wk,DC=local, JOE

Die Gesamtschule Bremen-Ost in Tenever steht in der Finalrunde des Deutschen Schulpreises. In dieser Woche besuchte die Jury die Schule, um sich ein genaues Bild zu machen. Der Gewinner der Finalrunde erhält ein Preisgeld von 100 000 Euro und den Status, eine der besten Schulen Deutschlands zu sein.

Eineinhalb Tage war die Jury in Tenever, sprach mit Lehrern, Eltern und Schülern, sowie mit Kooperationspartnern der Schule. Die Mitglieder der Jury lobten auf einer Veranstaltung mit der Schulleitung und Vertretern der Robert-Bosch-Stiftung, die den Preis ins Leben gerufen hat, unter anderem die besondere Stimmung an der Schule mit 1300 Schülern und 130 Lehrern.

Dabei hat die Schule Standortnachteile: In Tenever ist die Arbeitslosigkeit hoch, Armut gerade unter Kindern weit verbreitet. Menschen aus über 90 Nationen leben dort auf engen Raum zusammen. Für Schulleiter Hans-Martin Utz ist gute Schularbeit aber vor allem eine Sache der Einstellung. „Es ist für mich eine Haltungsfrage. Warum sind wir Lehrer geworden? Weil wir gerne unterrichten. Man kann auf die Politik schimpfen, dass es an Stellen und Ausstattung mangelt, oder man kann sich zusammensetzen und die Aufgabe gemeinsam angehen.“

Die Jury hob außerdem die gute Vernetzung der Gesamtschule hervor. „Wir haben mit Partnern der Schule gesprochen und waren sehr beeindruckt, wie diese zusammen mit der Schule das gesamte System weiterdenken“, sagte Jurysprecher Michael Schratz, Erziehungswissenschaftler an der Universität Innsbruck. Zu den Kooperationspartnern zählen die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, der Verein Treffpunkt Natur und Umwelt, die Kunsthalle und das Marum – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften. Das Fazit von Michael Schratz: „Es ist eine Schule, die atmet und schaut, was für eine Zukunft sie ihren Lehrern und Schülern bieten kann.“ Verliehen wird der Deutsche Schulpreis am 14. Mai in Berlin.

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