Kommentar über geschlechtliche Vielfalt

Geschlechtliche Identität ist alles andere als ein Nischenthema

Es geht im Kern um Grundrechte und darum, dass niemand aufgrund des Geschlechts diskriminiert wird. Ziemlich banal eigentlich, meint Redakteurin Carolin Henkenberens.
18.12.2019, 05:00
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Geschlechtliche Identität ist alles andere als ein Nischenthema
Von Carolin Henkenberens
Geschlechtliche Identität ist alles andere als ein Nischenthema

Mancherorts gibt es bereits eine Unisex-Toilette für Menschen, die sich einer der klassischen Geschlechterordnung nicht wiederfinden.

Swen Pförtner/DPA

Man muss kein Hellseher sein, um zu ahnen: Manch einer wird, angesichts der wenigen Menschen, die bisher in Bremen den Geschlechtseintrag divers haben vornehmen lassen, monieren oder zumindest im Stillen denken, das sei doch alles nicht so wichtig. Ein Nischenthema, wen interessiert's?

Doch geschlechtliche Identität ist alles andere als ein Nischenthema. Es geht im Kern um das, was friedliches Zusammenleben erst möglich macht: Grundrechte. Darum, dass niemand wegen seines Geschlechts diskriminiert wird. Dass einige Männer lieber eine Frau sein möchten. Dass manche Frauen ein Mann sein wollen. Oder dass einige Menschen eben nicht nur das eine oder nur das andere sind. Und dass einige einfach nur Menschen sein wollen – ohne Zuschreibungen von außen.

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Das alles ist, bei Lichte betrachtet, ziemlich banal – und trotzdem nicht gelebte Realität. Ziemlich viele, die nicht in die mehrheitlich rosa-hellblaue Welt passen (wollen), erleben Irritation oder blöde Witzchen. Ehrliches Interesse an und Kontakte mit Betroffenen könnten gegenwirken. Die dritte Option für Intersexuelle jedenfalls kann nur ein Anfang sein.

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