Gestorbener Welpe

Bremer Behörde: Tollwut-Infektion bestätigt

Der Welpe einer Bremer Familie, der "vermutlich rechtswidrig" aus Südosteuropa eingeführt wurde, ist an Tollwut gestorben: Das amtliche Laborergebnis bestätigt den Schnelltest. Weitere Fälle gibt es nicht.
16.09.2021, 13:26
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Bremer Behörde: Tollwut-Infektion bestätigt
Von Sabine Doll

Nun liegt auch das amtliche Laborergebnis vor: Der Hundewelpe einer Bremer Familie war mit Tollwut infiziert und ist an den Folgen gestorben. Das teilt die Gesundheitsbehörde mit. Ein erster Schnelltest hatte die Infektion bereits nachgewiesen. Der Kangalwelpe war am Donnerstag vergangener Woche in der Tierklinik Posthausen gestorben. "Der Lebensmittelüberwachungs-, Tierschutz- und Veterinärdienst des Landes Bremen hat als zuständige Behörde den Tollwutfall amtlich festgestellt und im Tierseuchennachrichtensystem gemeldet", teilt das Gesundheitsressort mit.

Wie berichtet, wurde der Hund "vermutlich rechtswidrig" Anfang September aus Südosteuropa eingeführt und lebte bei der Familie in Bremen. Tollwut ist auch für Menschen lebensgefährlich, die Infektion verläuft immer tödlich, wenn nicht frühzeitig behandelt wird – durch Immunisierung. "Alle relevanten Kontaktpersonen konnten kurzfristig ermittelt und informiert werden, außerdem wurden bereits am Wochenende die Impfungen dieser Kontaktpersonen eingeleitet", heißt es in der Mitteilung. Wie der WESER-KURIER berichtete, handelte es sich um elf Kontaktpersonen in Bremen.

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"Weiterhin liegen bislang keine positiven Tollwut-Befunde bei Kontaktpersonen vor. Eine Gefährdung außerhalb des engen Umfelds des Welpen besteht nach aktuellen Stand nicht", teilt die Gesundheitsbehörde mit.

Die niedersächsische Tierklinik nannte in einem Facebook-Beitrag etwa 30 Personen, die geimpft wurden. In dem Beitrag warnte sie zudem eindringlich vor den Gefahren durch illegalen Tierhandel für Menschen und Tiere. Die Bremer Behörde richtete Krisenteams ein, außerdem wurden Arztpraxen und Kliniken informiert sowie auf die mögliche Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Tollwut vorbereitet.

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