Sparpläne im Bremer Bildungsressort

GEW kritisiert Kürzungen an Grundschulen

Bremen. Sozial benachteiligte Schüler sind von den geplanten Stellenkürzungen an Grundschulen besonders betroffen. Dies kritisiert die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).
15.07.2011, 05:00
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Von Karina Skwirblies

Bremen. Sozial benachteiligte Schüler sind von den geplanten Stellenkürzungen an Grundschulen besonders betroffen. Dies kritisiert die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Die von Bildungssenatorin Renate Jürgens-Pieper (SPD) verkündete Streichung von mehr als 50 Lehrerstellen werde auch die Qualität der Grundschulen beeinträchtigen, urteilt die Gewerkschaft.

An Grundschulen würden nach Rechnung der GEW insgesamt acht Lehrer eingespart. Besonders betroffen seien Schulen in sozialen Brennpunkten, die jahrgangsübergreifend unterrichten. Vor allem Migrantenkinder und andere sozial benachteiligte Gruppen würden unter den Stellenkürzungen leiden.

Auch die Bürgerschaftsfraktion Die Linke wendet sich gegen die Kürzung von Unterrichtsstunden. "Ein Fehlstart erster Klasse", kommentiert die bildungspolitische Sprecherin Kristina Vogt. Die Rechnerei der Bildungsbehörde sei unseriös. Seit 2008 hätte Bremen wieder steigende Schülerzahlen. Insbesondere in sozial benachteiligten Stadtteilen gebe es seit Jahren Probleme mit der Unterrichtsversorgung. Wie die GEW fordert auch die Linke eine Rücknahme der Kürzungen.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+