Hemelinger Beirat ist skeptisch Giftige Schlacke aus Stahlwerk

Der Hemelinger Beirat fordert eine weitere Untersuchung, ob die belastete Schlacke aus dem Stahklwerk auch bei anderen Bauprojekten verwendet wurde.
03.06.2018, 17:12
Lesedauer: 1 Min
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Giftige Schlacke aus Stahlwerk
Von Christian Hasemann

Der Beirat Hemelingen ist mit der Erklärung des Umweltressorts und des Arcelor-Mittal-Stahlwerks zu der mit polyzyklisch aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) belasteten Schlacke in der Mahndorfer Marsch alles andere als zufrieden. Ein Labor hatte zuvor Proben auf Wegen genommen, bei deren Bau Schotter aus Stahlwerkschlacke verwendet wurde. In diesen Proben wurden erhöhte Werte von PAK nachgewiesen. Diese Stoffe gelten als krebserregend, umweltschädlich und wassergefährdend. Stahlwerk und Umweltressort verständigten sich darauf, dass die Schlacke entfernt wird und das Stahlwerk umfangreichere Überwachungsmaßnahmen trifft.

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Als Ursache nannte das Stahlwerk eine einmalige Betriebsstörung. Die Erklärung des Umweltressorts und des Stahlwerks stießen im Beirat auf Skepsis. Der Verdacht: Belastete Schlacke aus dem Stahlwerk wurde auch bei anderen Bauprojekten in Hemelingen verwendet.

Der Beirat fordert in seinem einstimmigen Beschluss, eine Untersuchung der bisher nicht untersuchten Streckenabschnitte in der Hemelinger Marsch durch ein unabhängiges Labor. Der Beirat fordert das Umweltressort außerdem dazu auf, eine Übersicht zur Verfügung zu stellen, wo in Hemelingen noch Hochofen- und Stahlwerkschlacken für den Wegebau verwendet wurden.

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