Verein der Filmamateure stellt sich am 15. März in Findorff vor Gleichgesinnte gesucht

Weidedamm. Mit seinen lokalhistorischen und naturkundlichen Filmen ist Wolfgang Janza seit Jahren in der Martin-Luther-Gemeinde gern gesehen. In der Reihe „Kultur am Vormittag“ steht am Donnerstag, 15.
12.03.2018, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Anke Velten

Weidedamm. Mit seinen lokalhistorischen und naturkundlichen Filmen ist Wolfgang Janza seit Jahren in der Martin-Luther-Gemeinde gern gesehen. In der Reihe „Kultur am Vormittag“ steht am Donnerstag, 15. März, um 10.30 Uhr im großen Gemeindesaal wieder ein kleines Filmfestival auf dem Programm. Der Eintritt ist frei. Doch diesmal kommt Wolfgang Janza nicht alleine und auch nicht ganz uneigennützig: Er und seine Vereinskollegen wünschen sich neue Mitglieder für die Bremer Filmamateure. „Wir suchen Menschen, die vielleicht schon seit Jahren Spaß am Filmen haben, aber noch nie die Gelegenheit hatten, ihre Filme vorzuführen“, erklärt Janza.

Die Gäste erwartet eine Abfolge von ganz unterschiedlichen Filmen, die die Bandbreite im Amateurfilmclub zeigen. Zu sehen gibt es eine Dokumentation von Paul Fäthke über die Restaurierungsarbeiten am Leuchtturm Roter Sand, die Ende der 1980er-Jahre entstand, als das Wahrzeichen für sein 100-jähriges Bestehen auf Vordermann gebracht wurde. Ein historisches Dokument ist auch Peter Nobmanns Film über die Restaurierung der FW 200 Condor, die im Zweiten Weltkrieg in einen norwegischen Fjord gestürzt war und erst 1999 geborgen wurde. Aktueller sind Janzas Impressionen des Konzertes „Musik und Licht am Hollersee“ und ein zwölfminütiger Kurzfilm über den Molenturm am Wendebecken. Der Film mit seltenen Innenaufnahmen des denkmalgeschützten kleinen Molenfeuers hatte gerade Premiere im „Kurzfilmfestival Nord“ in Harsefeld, ist dort laut Janza mit einem zweiten Platz ausgezeichnet worden läuft damit im Wettbewerb für das Bundesfilmfestival Doku im April.

Der Findorffer, der seit seinem 16. Lebensjahr Filme dreht und seit zwei Jahren als Vorsitzender den Verein der Filmamateure leitet, hat ein Kuriosum mitgebracht. Für einen Film über die Umbauarbeiten am „Stern“ hatte er auf seine Profiausrüstung verzichtet und den Großteil mit seinem Smartphone aufgenommen. „Ich wollte zeigen: Auch damit kann man gute Filme drehen.“ Er hofft, dass er damit auch den einen oder anderen Zuschauer, der selbst filmt, aus dem stillen Kämmerlein locken kann. Denn der Club der Bremer Filmamateure, der seit 1931 besteht, wünscht sich dringend Verstärkung. Noch in den 1980er-Jahren hatte der Verein 60 Mitglieder. Heute sind es nur noch rund die Hälfte, mit einem Durchschnittsalter von 76 Jahren. Der Club trifft sich an jedem ersten Mittwoch im Monat um 19.30 Uhr im „Grollander Krug“ an der Emslander Straße 30.

Weitere Informationen finden sich auf der Internetseite bremerfilmamateure.de.

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