Aufrüstung der Farge-Vegesacker Eisenbahn beginnt mit Grünschnitt / Kasper: 'Farge-Ost' noch nicht gestorben Gleisausbau kündigt sich im Januar an

Bremen-Nord. Der Ablaufplan für die zweite Ausbaustufe der Farge-Vege-
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Gleisausbau kündigt sich im Januar an
Von Jürgen Theiner

Bremen-Nord. Der Ablaufplan für die zweite Ausbaustufe der Farge-Vege-

sacker Eisenbahn steht. In der Bau- und Verkehrsdeputation der Bürgerschaft hat die Verwaltung gestern einen Bericht vorgelegt, in dem die Grundzüge skizziert werden. Erste vorbereitende Arbeiten sollen demnach bereits im Januar beginnen.

Entlang der Strecke ist noch viel zu tun, bevor die Passagiere der Nordwestbahn aus Richtung Blumenthal ohne Umstieg in Vegesack zum Hauptbahnhof und weiter gen Verden fahren können. Ab Dezember 2011 soll das möglich sein. Vor allem geht es um die Elektrifizierung des Abschnitts zwischen Vegesack und Farge, auf dem bisher noch Dieseltriebwagen pendeln. Derzeit ist beabsichtigt, im Januar und Februar zunächst das Grün entlang der Trasse zurückzuschneiden. 'Dazu ist es notwendig, den Betrieb auf der Farge-Vegesacker Eisenbahn (FVE) jeweils 48 Stunden ruhen zu lassen', heißt es in der Vorlage der Verwaltung. Die beiden zweitägigen Sperren liefern dann einen Vorgeschmack auf die große Betriebspause während der Osterferien und der beiden folgenden Wochen. Während dieser Komplettsperrung soll der zusätzliche Kreuzungsbahnhof an der Turnerstraße gebaut und der Großteil der Oberleitungsmasten gesetzt werden.

Die Entscheidung gegen einen Bau bei laufendem Betrieb sei aus zwei Gründen gefallen, entnimmt man dem Bericht. Der erste ist ein wirtschaftlicher: Die teuren Spezialmaschinen für die Gründung der Masten können unter den Bedingungen einer Vollsperrung ohne Unterbrechungen eingesetzt werden. Außerdem hätte eine Beschränkung der Bauarbeiten auf die Nachtstunden eine unzumutbare Belastung der Trassenanwohner über einen längeren Zeitraum mit sich gebracht. 'Ein Ausweichen der Zugfahrgäste auf das Busnetz der BSAG während der vierwöchigen FVE-Sperrung erscheint vor diesem Hintergrund vertretbar', wird in dem Papier der Bauverwaltung festgestellt.

Der Bericht geht auch auf die Realisierungschancen einer zusätzlichen Haltestelle nahe der Maschinenfabrik ThyssenKrupp Krause ('Farge-Ost') ein. Wie schon in früheren Stellungnahmen des Bauressorts werden sie als gering eingestuft. Allerdings soll zwei Jahre nach Aufnahme des S-Bahn-Betriebs - also Ende 2013 - eine 'erneute Potenzialanalyse' für einen solchen Haltepunkt vorgenommen werden. Der verkehrspolitische Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion, Reimund Kasper, will im Wahlprogramm seiner Partei verankern, 'dass das nicht aus dem Auge verloren wird'.

Die Integration der FVE in die künftige S-Bahn-Linie 1 zwischen Farge und Verden wird mit rund 6,7 Millionen Euro zu Buche schlagen. Ursprünglich war mit 3 Millionen Euro kalkuliert worden. Im Oktober 2009 wurde durch einen Bericht der NORDDEUTSCHEN bekannt, dass für die Einbindung des S-Bahn-Systems in den immer stärker ausgelasteten Eisenbahnknoten Bremen mehr Geld als geplant in die Infrastruktur der FVE gesteckt werden muss.

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