Impfung gegen Influenza

Grippe-Saison beginnt

Es ist soweit: Die Grippe-Saison beginnt. Damit es nicht wie in der vergangenen Saison zu Lieferengpässen beim Immunschutz gibt, sind mehr Impfdosen freigegeben worden. Wer sich impfen lassen sollte.
06.10.2019, 15:33
Lesedauer: 2 Min
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Von Sabine Doll und Valentin Frimmer
Grippe-Saison beginnt

Oktober ist wieder Grippezeit. Ärzte rufen Risikogruppen wie ältere und chronisch kranke Menschen zur Impfung auf.

Hildenbrand/dpa

Während der Grippewelle in der vergangenen Saison ist es bundesweit zeitweise zu Engpässen bei den Impfstoffen gekommen, auch Bremen und Niedersachsen waren davon betroffen. Mitte November 2018 meldeten Apotheken, dass sie keine Lieferungen mehr bekommen hatten. Gründe für die Engpässe waren offenbar eine gestiegene Nachfrage in der Bevölkerung nach der vorherigen und besonders heftigen Grippesaison sowie Probleme bei der regionalen Verteilung des Impfstoffs. Teilweise mussten Impfstoffe im Ausland nachbestellt werden.

Damit dies nicht passiert, sind in diesem Jahr bereits mehr Dosen Grippe-Impfstoff ausgeliefert worden als in der gesamten Vorjahressaison, wie das Paul-Ehrlich-Institut mitteilt. Demnach wurden bereits 16,5 Millionen Dosen zur Impfung gegen Influenza freigegeben. Bis Ende November würden vermutlich weitere Chargen dazukommen. In der gesamten Vorsaison waren es 15,7 Millionen. Angaben über die Verteilung in die Bundesländer konnte das Bundesinstitut, das für Impfstoffe und biomedizinische Arzneistoffe zuständig ist, nicht machen.

Die Ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut (RKI) empfiehlt besonders Älteren, chronisch Kranken, Schwangeren sowie Medizin- und Pflegepersonal, sich rechtzeitig gegen Grippe impfen zu lassen. Als optimaler Zeitpunkt dafür gelten Oktober und November. Ihren Höhepunkt erreicht die Grippe-Welle üblicherweise nach dem Jahreswechsel. Das RKI hatte in der Vergangenheit immer wieder große Impflücken bei medizinischem Personal bemängelt: Eine Studie des Instituts in zwei Universitätskliniken hatte gezeigt, dass nur knapp 40 Prozent der Klinikmitarbeiter geimpft waren – 56 Prozent der Ärzte, 34 Prozent des Pflegepersonals und 27 Prozent der Mitarbeiter in therapeutischen Berufen.

Das Influenza-Virus kann durch winzige Tröpfchen übertragen werden, etwa beim Niesen. Wissenschaftler unterscheiden mehrere Virus-Typen, für Menschen besonders relevant sind die saisonal auftretenden Influenza A- und B-Viren. Eine echte Grippe beginnt oft plötzlich. Zu typischen Symptomen zählen Fieber, Husten, Halsschmerzen, Schnupfen, Glieder- und Kopfschmerzen sowie ein allgemeines Krankheitsgefühl. Nach Angaben des RKI dauert es etwa zehn bis 14 Tage, bis der komplette Immunschutz nach der Impfung aufgebaut ist. Die Impfung ist vor allem bei Hausärzten möglich; häufig bieten auch Unternehmen diese Möglichkeit an.

Die Grippe-Saison 2017/2018 war eine der heftigsten seit Jahren: In Bremen wurden laut Gesundheitsbehörde von Oktober 2017 bis März 2018 insgesamt 530 Fälle gemeldet. Die tatsächliche Zahl dürfte jedoch deutlich höher ausfallen, weil dafür ein Labornachweis notwendig ist. In der Saison 2018/1019 wurden über 350 Grippe-Fälle in Bremen registriert.

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