Biomüll-Zwischenlager Gröpelinger haben Petition gestartet

In Oslebshausen ärgern sich Anwohner und Ortspolitiker über die Planungen für ein zukünftiges Biomüll-Zwischenlager. Bislang sind sie nämlich in diese Überlegungen nicht einbezogen worden.
31.03.2018, 19:34
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Gröpelinger haben Petition gestartet
Von Anne Gerling

Die Gröpelinger und Oslebshauser sind sauer wie lange nicht mehr. Aus dem WESER-KURIER hatten sie erfahren müssen, dass der bremische Biomüll zukünftig in den Industriehäfen – und somit in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft – zwischengelagert werden soll. Die Empörung im Stadtteil ist groß, denn das von Biomüll-Entsorger Redmondis ins Auge gefasste Grundstück an der Windhukstraße ist nur knapp 400 Meter von der nächsten Wohnbebauung entfernt, obendrein auch noch genau in Windrichtung.

Oslebshausen brauche nicht noch mehr Müll, ist daraufhin nun aus dem Ortsteil zu hören, dessen Bewohner schon jetzt mit hohen Staub-, Lärm- und Geruchsbelastungen leben. Deshalb will der Bremer Westen nun ein klares Signal an die Umweltbehörde aussenden. Am Mittwoch ist die Petition „Kein Zwischenlager für Biomüll in Bremen-Oslebshausen“ auf der Plattform „Open Petition Deutschland“ gestartet worden.

Lesen Sie auch

„Wir fordern vom Senator für Umwelt, Bau und Verkehr, diese Entscheidung umgehend zurückzunehmen und die Pläne erst einmal dem Gröpelinger Beirat vorzulegen“, heißt es darin. Kritik an Planungen und Vorgehensweise kam außerdem von der Linksfraktion in der Bürgerschaft und der Gröpelinger Beiratssprecherin Barbara Wulff (SPD), die hier definitiv eine frühzeitige Beteiligung der Ortspolitik vermisst. Am 11. April soll das Thema auf einer öffentlichen Beiratssitzung mit Umweltstaatsrat Ronny Meyer behandelt werden. Ursprünglich hatte Redmondis das Zwischenlager in Woltmershausen einrichten wollen.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+