Industriehäfen Gröpelinger Tradition

Industriehäfen. Seit acht Jahren wird diese schöne Tradition gepflegt: Am Buß- und Bettag treffen sich die Gröpelinger in der Martinshof-Betriebsstätte Schiffbauerweg zum Grünkohlessen. Eine willkommene Gelegenheit, das eine oder andere bekannte Gesicht wiederzusehen und neue Kontakte zu knüpfen oder nur mal lecker zu essen.
23.11.2015, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Anne Gerling

Seit acht Jahren wird diese schöne Tradition gepflegt: Am Buß- und Bettag treffen sich die Gröpelinger in der Martinshof-Betriebsstätte Schiffbauerweg zum Grünkohlessen. Eine willkommene Gelegenheit, das eine oder andere bekannte Gesicht wiederzusehen und neue Kontakte zu knüpfen oder nur mal lecker zu essen.

Rund 130 Gäste – Nachbarn, Freunde, Partner, Geschäftsleute und Vertreter unterschiedlicher Einrichtungen im Quartier – hatten pünktlich um 13 Uhr an den Tischen im ehemaligen AG-Weser-Casino Platz genommen. Während sie sich lebhaft über die Neuigkeiten im Bremer Westen austauschten, wurde bei der Essensausgabe hinter dem Tresen schwer gewirbelt: Manuel Bögge, Anja Wucherpfennig, Cornelia Pape, Marion Untiet und Bettina Austermann hatten alle Hände voll zu tun, um das Wintergemüse mit Kasseler, Wurst und Pinkel zügig auf die Teller zu verteilen.

Die Werkstatt Bremen, besser bekannt als Martinshof, gehört der Stadtgemeinde Bremen und bietet an 38 Standorten in und um Bremen Menschen mit Behinderung individuelle berufliche Bildung und Beschäftigung. In der Betriebsstätte West an der Ludwig-Plate-Straße unter anderem Kaffee, Tee oder Konfitüre abgefüllt, vakuumiert und etikettiert und Kerzen gegossen. Und seit 2007 stellt die Werkstatt Bremen eine eigene Produktserie her, die stetig wächst: die „Bremer Senatsprodukte“. An deren Fabrikation sind mittlerweile 70 Beschäftigte beteiligt.

Senatskonfitüre, -honig, -taler und -öle: Nachdem es für die Senatoren inzwischen schon etliche Leckereien gebe, wolle der Martinshof mit einer weiteren Marke nun mit der „Bremer Werftküche“ mal etwas speziell für die Bürger produzieren, scherzte Geschäftsführer Wilfried Hautop. Der Name bezieht sich auf die frühere Großwerft AG Weser, auf deren Gelände heute unter anderem die Betriebsstätte West liegt. Passend dazu hat Designerin Sibylle Haase-Knels das Logo mit einem Schiff unter einem alten Werftkran gestaltet.

Zum Auftakt der Serie „Bremer Werftküche“ wurden zwei Produkte präsentiert: der in Kooperation mit der Kaffeerösterei Münchhausen produzierte „Casino-Kaffee“, ein fair gehandelter milder Kaffee aus Peru, und passend zur Jahreszeit ein „Bremer Grünkohlöl“ aus österreichischem Bio-Schwarzkümmel und deutscher Bio-Senfsaat. Mit seiner feinen Schärfe passe es gut zu Suppen, Salaten, Fisch oder Fleisch und verleihe zum Beispiel der Kombination aus Rote Beete, Mozzarella und Feldsalat besonderen Pfiff, empfehlen Anna Hubach und Andreas Meyer von der „Wesermühle“, die als Kooperationspartner das Öl speziell für den Martinshof entwickelt hat. „Auch macht es den Kohl bekömmlicher.“

Beide Produkte gibt es ab sofort in den Martinshof-Shops Am Markt und am Flughafen und unter www.martinshof-shop.de.

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