Konzern erwirbt restliche Wohnungen Grohner Düne komplett verkauft

Vegesack. Nachdem Senat und Bürgerschaft in dieser Woche das weitere Vorgehen in Bremens größtem sozialen Brennpunkt beschlossen haben, ist der Verkauf der Grohner Düne komplett an der Gewoba vorbeigegangen: Der Immobilienkonzern Grand City Property hat inzwischen auch den zweiten, kleineren Teil der Hochhaussiedlung erworben. Damit wird der Konzern die Verwaltung und Vermietung der insgesamt 570 Wohnungen in der Anlage übernehmen.
21.05.2014, 00:00
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Grohner Düne komplett verkauft
Von Patricia Brandt

Nachdem Senat und Bürgerschaft in dieser Woche das weitere Vorgehen in Bremens größtem sozialen Brennpunkt beschlossen haben, ist der Verkauf der Grohner Düne komplett an der Gewoba vorbeigegangen: Der Immobilienkonzern Grand City Property hat inzwischen auch den zweiten, kleineren Teil der Hochhaussiedlung erworben. Damit wird der Konzern die Verwaltung und Vermietung der insgesamt 570 Wohnungen in der Anlage übernehmen. Das bestätigte am Mittwoch Firmensprecherin Kerstin Petersen.

Nachdem der Ankauf des größeren Teils des Betonkomplexes mit 422 Wohnungen durch die Gewoba gescheitert war, zeichnete sich bereits im vergangenen Monat ab, dass dem städtischen Wohnungsunternehmen auch die angestrebte Übernahme der restlichen 150 Wohnungen entgleiten würde. Bausenator Joachim Lohse (Grüne) bestätigte zu dem Zeitpunkt, dass der niederländische Eigentümer, die Verhandlungen mit einem anderen Bieter weiterführen wolle. Nach internen Unterlagen entsprach der Kaufpreisansatz für das fast 12 000 Quadratmeter umfassende Areal circa 520 Euro pro Quadratmeter Wohn- und Nutzfläche.

Die Niederländer haben jetzt an Grand City Property verkauft. Der Kaufvertrag über den zweiten Teil der Grohner Düne wurde nach Angaben der Aktiengesellschaft beurkundet. Über den Kaufpreis machte das Unternehmen indes keine Angaben. Nach der offiziellen Übernahme werde der Konzern eine Investitionsstrategie festlegen, sagte Firmensprecherin Katrin Petersen. Und weiter: „Das Wohl der Mieter liegt uns am Herzen und unser Ziel ist eine Verbesserung der Wohnsituation vor Ort. Dafür setzen wir uns ein.“

Unterdessen ist in Bremen bekanntlich eine Diskussion darüber entbrannt, wie mit dem Problemgebiet umgegangen werden soll. So soll der Senat ein ressortübergreifendes Konzept zur Beseitigung sozialer und städtebaulicher Missstände vorlegen. Wie bewertet der Konzern das Engagement, aus dem sogar ein Teilabriss der Hochhaussiedlung erwachsen könnte? „Wir sind offen, über jede positive Idee zur Verbesserung der Gebäude und der Zufriedenheit der Mieter zu sprechen“, sagt Kerstin Petersen.

Die Konzernsprecherin bejahte auch die Frage, ob sich Grand City Property wie die vorherigen Eigentümer der Anlage an der Refinanzierung der Quartiersmanagerin beteiligen. „Wir unterstützen das Quartiersmanagement und werden dies auch in Zukunft tun. Jedoch ist bisher noch niemand in dieser Sache auf uns zugekommen.“

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