Das Havariekommando in Cuxhaven

Große Einsätze in den vergangenen Jahren

Das Havariekommando in Cuxhaven ist seit 2003 für die Koordination bei Unfällen auf Nord- und Ostsee zuständig. Eine Auswahl der größten Einsätze der vergangenen Jahre.
27.05.2015, 11:37
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Das Havariekommando in Cuxhaven ist seit 2003 für die Koordination bei Unfällen auf Nord- und Ostsee zuständig. Eine Auswahl der größten Einsätze der vergangenen Jahre.

Juli - September 2013: Drei Frachter liegen monatelang zunächst vor Wangerooge und dann in Wilhelmshaven fest, erst im September dürfen die Matrosen ihre Heimreise antreten. Der marokkanische Eigner der Frachter steckt in finanziellen Schwierigkeiten, die Besatzungen erhalten kein Geld für Proviant oder die Aufrechterhaltung des Schiffsbetriebes. Das Havariekommando schickt Trinkwasser, Medikamente, Handykarten für die Seeleute und 2000 Liter Spezialöl, um die Bordanlagen in Gang zu halten.

14. Juli 2012: Auf dem 289 Meter langen Frachter "Flaminia" bricht auf dem Atlantik ein Feuer aus. Bei den Löschversuchen kommt es zu einer Explosion. Ein Besatzungsmitglied stirbt, ein weiterer Mann wird vermisst. An Bord des Schiffes sind 150 Container mit Gefahrgut. Mehrere Staaten lehnten das Einlaufen in einem Nothafen ab, bis Deutschland das Einschleppen nach Wilhelmshaven in den damals noch nicht eröffneten neuen Tiefwasserhafen erlaubt. Nach der Entsorgung von zerstörter und giftiger Ladung darf die "Flaminia" im März 2013 nach Rumänien auslaufen.

9. Oktober 2010: Die unter litauischer Flagge fahrende Fähre "Lisco Gloria" gerät nach einer Explosion nördlich von Fehmarn in Brand. Fast zwei Wochen lang treibt die Ostseefähre brennend vor der dänischen Insel Langeland. Alle 236 Menschen an Bord können gerettet werden. 28 werden verletzt. Ursache für das Feuer soll ein defektes Kühlaggregat bei einem Lastwagen gewesen sein.

7. November 2007: Der Bananenfrachter "Duncan Island" schlägt auf dem Weg nach Hamburg bei schwerer See leck und verliert Container. Öl gelangt ins Wasser, die Strände von Juist, Norderney, Baltrum und Langeoog werden verschmutzt. Mehrere Container werden auf der niederländischen Insel Terschelling angespült, dort und in Ameland liegen tausende Stauden Bananen am Strand. (dpa)

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