Trampolinpark Große Sprünge im Jump House Bremen

Bremen bekommt eine neue Attraktion: Am Freitag, 21. September, öffnet das Jumphouse Bremen im Einkaufszentrum Waterfront. Wir haben den Trampolinpark vorab getestet.
19.09.2018, 14:09
Lesedauer: 3 Min
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Von Olga Gala

Konzentriert hangelt sich Joy Wilken von Hindernis zu Hindernis, balanciert vorsichtig über eine Stange und klettert über sich bewegende Bodenstücke. Die Elfjährige turnt seit sechs Jahren und ist mit ihrem Verein zu Gast im Jump House Bremen. Der Trampolinpark in der Waterfront feiert am Freitag offizielle Eröffnung. Vorab probierten einige Turner die Attraktionen aus. „Mir hat der Parcours am besten gefallen“, sagt Joy.

Die sogenannte „Ninja Box“ ist von der Fernsehshow Ninja Warrior inspiriert und bietet einen anspruchsvollen Hindernislauf. Sechs Parcours mit insgesamt 20 Hindernissen sind über zwei Stockwerke verteilt. „Ich hätte nicht gedacht, dass es so anstrengend ist“, meint Joy. Trotzdem geht es für sie schnell weiter zur nächsten Station. Auf einer großen Fläche mit mehreren miteinander verbundenen Trampolinen können die Besucher Völkerball spielen. Das Besondere: Auch an den Wänden sind Trampoline angebracht. Joy ist voller Elan dabei. Schließlich soll das eigene Team gewinnen.

Einer der Mitarbeiter ist der Schiedsrichter. Er soll nicht nur die Punkte zählen und darauf achten, dass die Spielregeln eingehalten werden. Er ist auch für die Sicherheit verantwortlich. An jeder Station stehe jemand aus dem Team bereit und achte darauf, dass den Besuchern nichts passiert, erklärt Till Walz. Gemeinsam mit seinem Freund Christoph Ahmadi hat er vor vier Jahren das erste Jump House in Hamburg eröffnet. Die Idee für das Unternehmen kommt aus den USA. Dort liegen Trampolinparks seit 2004 im Trend. Walz und Ahmadi waren begeistert von dem Konzept: „Wir sind in eine Halle gegangen und das Erste, was wir gesehen haben, waren lachende Gesichter“, sagt Ahmadi.

Der Start der eigenen Firma war trotzdem nicht einfach. „Am Anfang hat uns jeder für komplett verrückt gehalten“, erzählt Walz. Unter einem Trampolinpark konnten sich in Deutschland viele lediglich eine große Hüpfburg vorstellen. Das Jump House Bremen hat mit einer Hüpfburg allerdings wenig gemeinsam: 6000 Quadratmeter Fläche, 131 Trampoline verteilt auf 14 Attraktionen, 13 000 Schaumstoffwürfel, 12 500 verbaute Sprungfedern. Die Freizeitattraktion ist der siebte Standort des Unternehmens und der bislang größte.

Europameister Daniel Schmidt hat Spaß

Kurz vor der Eröffnung in Bremen turnt auch Daniel Schmidt durch die Halle. Mit Leichtigkeit springt er von einem Trampolin zum nächsten. Bis zu vier Meter hoch fliegt der Turner. Macht einen Salto vorwärts, einen rückwärts, dicht gefolgt von einer Schraube. Was so einfach aussieht, ist Ergebnis harter Arbeit. Schmidt ist Trampolinturner, mehrfacher deutscher Meister und Europameister, Teilnehmer der Fernsehshow „Big Bounce“ und Finalist der ersten Staffel von Ninja Warrior. „Am Trampolinspringen macht mir besonders Spaß, dass man sich schwerelos in der Luft fühlt. Es ist eine Mischung von Achterbahnfahren und fliegen für mich.“ Vier bis sechs Mal die Woche trainiert der Sportler. Auf einem Wettkampftrampolin springt er bis zu neun Meter hoch. In der Halle im Bremer Norden sind deutlich weniger möglich. Spaß habe er trotzdem, sagt er. Besonders gut gefallen ihm die Höhe sowie Größe der Halle und auch die „Ninja Box“. „In der Show ist es definitiv anstrengender, aber um herangeführt zu werden, ist es hier perfekt für jedermann“, sagt Schmidt.

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Ein weiteres Highlight ist für den Sportler die Attraktion „Video Jump“. Besucher sind Teil eines Videospiels und können durch ihre Sprünge die Figur lenken. Direkt daneben sind zwei Basketballkörbe, einer davon in NBA-Höhe von 3,05 Metern. Trotz des großen Angebots bleibe das Herzstück des Parks das Hauptfeld mit 90 miteinander verbundenen Trampolinen. „Das einfache Springen finde ich selbst am Forderndsten“, sagt Walz.

Am Freitag geht es los

Das Jump House bietet viel Abwechslung beim Hüpfen und Toben. Eine Stunde Springen kostet 14,90 Euro. Maximal zwei Stunden darf gehüpft werden. Dafür werden 25 Euro fällig. Zusätzlich muss jeder für drei Euro die hauseigenen Socken erwerben, bei späteren Besuchen dürfen sie wieder benutzt werden. Etwa 180 Personen können gleichzeitig springen. Wenn es zu voll wird, wird der Einlass gestoppt. Um Wartezeiten zu vermeiden, sei es ratsam, Tickets vorab online zu buchen.

Das Jump House eröffnet an diesem Freitag, 21. September, um 13 Uhr. Regulär ist der Trampolinpark montags bis donnerstags ab 14 Uhr, freitags ab 12 Uhr und am Wochenende ab 10 Uhr geöffnet. Werktags ist um 21 Uhr Schluss, freitags und sonnabends um 22 Uhr und sonntags um 20 Uhr. Die Zeiten weichen in den Schulferien ab. Wir zeigen Bilder aus dem Vergnügungspark.

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