Bremer Überseestadt Großes Fest im alten Hafenquartier

Bremen. Zu entdecken gibt es wieder jede Menge, zu entdecken gibt es immer was in der Überseestadt, die so schnell wächst wie nichts anderes in Bremen. Am kommenden Wochenende kann man sich einen Überblick darüber verschaffen, an welchen Ecken Neues entstanden ist.
27.07.2010, 05:02
Lesedauer: 3 Min
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Großes Fest im alten Hafenquartier
Von Jürgen Hinrichs

Bremen. Zu entdecken gibt es wieder jede Menge, zu entdecken gibt es immer was in der Überseestadt, die so schnell wächst wie nichts anderes in Bremen. Am kommenden Wochenende kann man sich einen Überblick darüber verschaffen, an welchen Ecken Neues entstanden ist und wie es sich mit dem Alten in den Hafenrevieren verbindet. Beim 'ÜberseeTörn', einer Veranstaltung des Großmarktes und anderer Nutzer des Areals, wird aber nicht nur informiert, es wird auch gefeiert: Zehn Jahre Überseestadt.

Der 'ÜberseeTörn' hatte im vergangenen Jahr Premiere und zog Schätzungen der Veranstalter zufolge rund 30000 Besucher an. Dieses Mal werden es wohl noch deutlich mehr werden, denn die Überseestadt - vom restlichen Bremen lange nur als unansehnliches Anhängsel betrachtet - ist als eines der größten europäischen Stadtentwicklungsprojekte stark in den Fokus gerückt. Zu beobachten ist das zum Beispiel an den Wochenenden, wenn unzählige Fußgänger und Radfahrern neugierig durch das Quartier stromern.

Rasante Entwicklung

'Die Entwicklung in der Überseestadt ist rasant', sagte Großmarkt-Chef Uwe Kluge gestern bei der Präsentation des Programms des 'Überseetörn'. Es sei hochspannend, den Hafen jetzt neu zu erleben und zwar von allen Seiten: 'Der ,Überseetörn? hat ein integratives Element, alte und neue Nutzer gehen aufeinander zu.' Das angestammte Hafengewerbe, stets in Sorge, über kurz oder lang vertrieben zu werden, und die Zuzügler raufen sich offenbar zusammen. Einer der Sponsoren des Festes am Wochenende ist der Verein Initiative Stadtbremische Häfen, in dem 45 Unternehmen organisiert sind. Früher hatten sich vor allem an der Frage, ob in der Überseestadt auch Wohnen erlaubt sein soll, große Konflikte entzündet. Vollkommen beigelegt sind sie zwar noch nicht, immerhin aber konnten mittlerweile ohne Streit die ersten Wohnungen bezogen werden.

Der 'Überseetörn' schlägt mit seinen Veranstaltungen eine Brücke vom Weser Tower am Eingang des Quartiers bis zum Landmark Tower an seinem nordwestlichen Ende. Zentrum der Veranstaltung ist der Europahafen. An 60 Marktständen rund um das Hafenbecken präsentieren die Händler am Sonnabend und Sonntag ihr Angebot. Darüber hinaus werden die 'Oll?n Handwarker' aus Worphusen mit verschiedenen Gewerken ihr traditionelles Kunsthandwerk zeigen. Mit dabei sind unter anderem ein Schmied, ein Holzschnitzer und ein Polsterer. Gastronomisch wollen die Veranstalter mit ausgesuchten Weinen, besonderen Biersorten und allerlei Essen glänzen.

Eröffnet wird der 'Überseetörn' in diesem Jahr bereits am Freitag. Ab 20 Uhr spielt auf der Bühne am Kopfende des Europahafens die zehnköpfige Band 'Flying Soul Toasters' auf. Es wird dem Programm nach einen Lichtzauber geben und Projektionen am Speicher. Am Sonnabend und Sonntag geht es weiter, wieder mit Live-Musik, am Mittag zum Beispiel mit einem Auftritt des Shanty-Chors Beckedorfer Schifferknoten und am Abend ab 20 Uhr mit der Partyband Costa Bananos Project. Am Sonnabendnachmittag können die Besucher beobachten, wie beim Kutterpullen der Schweiß strömt. Flankiert werden sämtliche Veranstaltungen von einem umfangreichen Kinderprogramm.

Der Clou des 'Überseetörn' sind die Törns. So können die Besucher am Hafentörn teilnehmen, einer Koggenfahrt durch den Hafen und kurz auch an der Weser entlang. Während der Fahrt mit einem Zwischenstopp im Holz- und Fabrikenhafen informiert Claudia Seidel, Kuratorin des Hafenmuseums, über die Historie der Bremischen Häfen und die Entwicklung in der Überseestadt. Beim Backbordtörn geht es per Bus raus zum Wohnen am Wasser, zum Grosse-Projekt 'WeserUfer' mit dem Landmark Tower und den Flusshäusern. Ein Fußmarsch zum Molenturm und ein Besuch des Speicher XI inklusive. Beim Kajütentörn bekommen die Besucher einen Eindruck vom Inneren der Gebäude rund um den Europahafen. Und beim Steuerbordtörn wird durch das Kaffeequartier geführt, mit Abschluss am Weser Tower.

Los geht?s mit den verschiedenen Törns jeweils am Europahafen am extra ausgewiesen Infopoint und zwar zu diesen Zeiten: Am Sonnabend um 13, 15, und 17 Uhr und am Sonntag um 11, 13, 15, und 17 Uhr. Auf eigene Faust starten zwischen 11 und 18 Uhr die Teilnehmer des Geotörns. Beim 'Geo-Caching' können sie mit Hilfe modernster GPS-Technik Gebiete und Geheimnisse des Hafens auf besondere Art und Weise aufzudecken.

Vom Martinianleger gibt es an allen drei Tagen einen Shuttle-Fährverkehr zum 'Überseetörn'.

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