Zahlreiche Bewerber stehen in den Startlöchern Großes Interesse an Mühl-Nachfolge

Die Ausschreibung für die Suche nach einem neuen Leiter des Ortsamtes Schwachhausen/Vahr liegt jetzt vor - und es gibt zahlreiche Bewerber, die Werner Mühl beerben wollen. Die Anforderungen sind hoch. Die Bewerbungsfrist läuft noch bis zum 18. Februar.
31.01.2010, 08:31
Lesedauer: 2 Min
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Großes Interesse an Mühl-Nachfolge
Von Andreas D. Becker

Schwachhausen·Vahr. Es ist eine anspruchsvolle Aufgabe, entsprechend hoch sind die Anforderungen, die der Nachfolger von Werner Mühl mitbringen muss. Die Ausschreibung für die Suche nach einem neuen Leiter des Ortsamts Schwachhausen/Vahr liegt jetzt vor und läuft noch bis zum 18. Februar.

Das Interesse scheint groß zu sein. Nach Informationen unserer Zeitung haben sich bereits zahlreiche Bewerber gemeldet, darunter mehrere Frauen. Sollte eine von ihnen am Ende vom Senat berufen werden, wäre sie die erste hauptberufliche Bremer Ortsamtsleiterin.

Doch bevor es soweit ist, müssen sich die Bewerber dem Auswahlverfahren der Senatskanzlei und dann den Beiräten Schwachhausen und Vahr stellen. Diese werden dann einen verbindlichen Vorschlag abgeben. Der oder die Auserwählte wird vom Senat zum 1. Juli und für zehn Jahre zum Zeitbeamten berufen.

Ortsamtsleiter führt die Geschäfte für die Beiräte

Zum Aufgabenbereich des Ortsamtsleiters gehört die Geschäftsführung für die Beiräte, Leitung der Sitzungen, Vertretung der Beschlüsse gegenüber den bremischen Behörden sowie der Aufbau von Strukturen und Vernetzungen im Stadtteil, wie es im Amtsblatt heißt.

Zu den Voraussetzungen, die ein Bewerber mitbringen soll, gehören Studium (oder abgeschlossene Ausbildung) und Berufserfahrung. Laut Ausschreibung ist die Position weder für Teilzeitkräfte noch Berufsanfänger geeignet.

Für Ralph Saxe, Sprecher des Beirats Schwachhausen, müssen die Interessenten noch weitere Qualifikationen mitbringen, um in die engere Wahl zu kommen. 'Aus unserer Sicht ist die Mediationskompetenz sehr wichtig. Das werden auch die zusätzlichen Aufgaben durch das neue Beirätegesetz erfordern'. Für das Stadtteilmanagement sei die Fähigkeit zu moderieren vonnöten sowie Initiativen anzustoßen.

Überdurchschnittliches Engagement

Kernkompetenz ist für Saxe überdurchschnittliches Engagement. 'Wir Beiratsmitglieder sind alle ehrenamtlich tätig und erwarten von einem Ortsamtsleiter selbstständiges Arbeiten und die Bereitschaft, sich voll zu engagieren', betont Saxe. Wer glaube, den Job im Rahmen einer 38-Stunden-Woche erledigen zu können, der täusche sich.

Und schließlich wäre es vorteilhaft, wenn sich der Bewerber bereits in den Stadtteilen auskenne. 'Die besondere Herausforderung ist, dass es sich bei Schwachhausen und der Vahr um ganz unterschiedliche Stadtteile handelt', sagt der Beiratssprecher.

Auch für Helmut Weigelt, Beiratssprecher in der Vahr, ist großes Engagement eine Kardinaltugend, die ein Bewerber mitbringen muss. 'Und einen Zugang zu Menschen mit Migrationshintergrund zu finden, ist besonders in der Vahr wichtig', sagt Weigelt.

Zwei unterschiedliche Stadtteile betreuen

Zwei derart unterschiedliche Stadtteile zu betreuen, sei nicht einfach. Aber Werner Mühl habe bewiesen, dass diese Aufgabe gut zu bewältigen sei.

Helmut Weigelt rechnet damit, dass sich die Beiräte im März mit den Kandidatinnen und Kandidaten befassen werden. 'Ich gehe von einer Entscheidung Ende März aus und kann mir persönlich auch gut eine Frau an der Spitze des Ortsamts vorstellen.'

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