Angebot für 12- bis17-Jährige

Grüne fordern mehr Impfen an Schulen

Die Infektionen an Bremer Schulen müssten mit ganzer Kraft eingedämmt werden, fordern die Grünen. Dafür solle das Gesundheitsressort an allen Schulen, die dies wollen, ein Impfangebot für die Schüler machen.
22.09.2021, 16:16
Lesedauer: 1 Min
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Grüne fordern mehr Impfen an Schulen
Von Sara Sundermann

An einzelnen Schulen in der Stadt wird nun geimpft. Die Grünen fordern, Impfangebote an Schulen deutlich auszuweiten. Man erwarte mehr Schwung beim Impfen an Schulen, formuliert Christopher Hupe. Bislang würden vor allem die über 16-Jährigen angesprochen, nicht aber die Schüler zwischen 12 und 15 Jahren.

Die Grünen fordern das Gesundheitsressort auf, die "angezogene Handbremse" beim freiwilligen Impfen an Schulen zu lösen. "Der effektive Schutz von Kindern und Jugendlichen muss in dieser Phase der Pandemie hohe Priorität erhalten", betont Hupe, bildungspolitischer Sprecher der Grünen. Bremen müsse soviel Präsenzunterricht wie möglich sicherstellen. "Dafür muss das Infektionsgeschehen an Schulen mit ganzer Kraft eingedämmt werden." Völlig unverständlich sei deshalb, warum das Impfangebot nicht grundsätzlich für Jugendliche ab zwölf Jahren unterbreitet werde. "Das muss schrittweise an allen Schulen erfolgen, die das wollen", fordert Hupe.

Das Gesundheitsressort ist bisher zurückhaltend bei Impfungen an Schulen, weil man Minderjährige nicht an ihrem Lernort unter Druck setzen will, sich impfen zu lassen. In Nordrhein-Westfalen hatten mit Blick auf geplante Impfungen an Schulen Kinderärzte kritisiert, dass dabei ein Gruppenzwang entstehen könne, der Schüler zur Impfung verleite, ohne dass die Eltern davon wüssten. Wenn nun in Bremen Minderjährige an Schulen geimpft werden, sollen laut Bildungsressort immer die Eltern beim Impftermin dabei sein.

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