Oktoberrevolution vor 100 Jahren Grüne kritisieren Panzer-Konvoi durchs Bremer Viertel

Eine "Demonstration mit Kunstcharakter" zog mit rund 15 Fahrzeugen durch das Bremer Viertel. Mit der Aktion wollen die Initiatoren auf die russische Oktoberrevolution aufmerksam machen und ernten dafür Kritik.
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Neben Autos waren bei der Demonstration am Donnerstag im Bremer Viertel auch Panzer auf der Straße. Zu nennenswerten Verkehrsbehinderungen kam es durch die Aktion laut der Polizei aber nicht. Hinter der Parade steht das Bündnis "Himmlische Vier", das sich nach eigenen Angaben gegen Krieg und für Revolutionen stark machen will. Auf der Webseite der Initiative heißt es, sie wolle mit der Demonstration dazu aufrufen, "dem Oktober des Jahres 1917 durch die Tat zu folgen".

Kritik gibt es für die Aktion von den Bremer Grünen. "Ich bin fassungslos, dass es in Bremen möglich ist, den tödlichen und grausamen stalinistischen Terror mit Heldenbildchen von Stalin und militärischem Gerät zu feiern", sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Henrike Müller. Dies zeuge von "Geschichtsvergessenheit" und verhöhne nachträglich die Opfer des "kommunistischen Unrechtsregimes".

Bereits am Mittwoch sind die Initiatoren von "Himmlische Vier" in Bremen angekommen. Ende Oktober waren die Aktivisten bereits in Hamburg, weitere Termine sind in Berlin geplant.

Die Oktoberrevolution vor 100 Jahren gilt als Geburtsstunde des ersten kommunistischen Staates der Welt. Am 25. Oktober 1917 (7. November 1917 nach heutigem Kalender) besetzten Soldaten im heutigen St. Petersburg wichtige Orte in der Stadt. Kurz darauf übernahm der radikalste Flügel der russischen Linken, die Bolschewiki unter der Führung von Wladimir Iljitsch Lenin, die Macht. Unter Lenins Nachfolger Stalin hatten die politischen Verfolgungen vor 80 Jahren ihren Höhepunkt erreicht. (amd/dpa)

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