Wegeführung in Lüssum Grünes Licht fürs grüne Band

Lüssum-Bockhorn. Das grüne Band durch Lüssum – wie viele Pläne sind gefasst, wie viele Diskussionen, auch zugespitzte, sind geführt worden? Doch jetzt sind die Weichen gestellt, die Sache zum Abschluss zu bringen.
23.01.2010, 14:45
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Von Friedrich Caron-Bleiker

Lüssum-Bockhorn. Das grüne Band durch Lüssum – wie viele Pläne sind gefasst, wie viele Diskussionen, auch zugespitzte, sind geführt worden? Doch jetzt sind die Weichen gestellt, die Sache zum Abschluss zu bringen.

Der Beirat hat zugestimmt, die Deputation hat zugestimmt, nun hat auch das Plenum der Stadtteilgruppe Lüssum die vorliegende Planung verabschiedet. Das war keine Selbstverständlichkeit, denn besonders um die Führung eines Fuß- und Radwegs in Höhe des Spielhauses Lüssumer Heide hatte es lange Streit gegeben.

So hat denn auch Siegfried Renz, Sprecher des Spielhauses, festgestellt, dass seine Einrichtung dieser Wegeführung nicht zugestimmt hat. Doch jetzt ist entschieden: Der Weg wird zwischen Spielhaus und der neu gebauten B74 entlangführen, entsprechend den Plänen der Landschaftsarchitekten Spalink-Sievers aus Hannover. Die Finanzierung ist gesichert, im Frühjahr kann gebaut werden.

Auf der zur B74 gelegenen Seite der Lärmschutzwand wird eine Begrünung angelegt. Überhaupt soll viel Grün die Szene prägen, als Kompensation für die beim Straßenbau entstandenen Beeinträchtigungen für Natur und Landschaft, erklärt Tanja Tesch vom Amt für Straßen und Verkehr. Die Rasenböschung wird mit Gehölz bepflanzt, weiter wird es einen Rundweg links und rechts der B 74 geben, über die beiden Brücken, die die Trasse kreuzen. Auf der Seite Ermlandstraße allerdings wird dieser Weg nur als Fußweg angelegt sein. Auf dieser Seite, auf Höhe der Fußgängerbrücke zur Lüssumer Heide, soll auch eine Bolzwiese entstehen. Keine mit Sportplatzstandard, „aber eben so, dass man Fußball spielen kann“, so Tanja Tesch.

Zum Grünen Band von Lüssum gehört auch eine Obstwiese, Nähe Fillerkamp. Bis die Bäume robust genug sind, um auch heftigen Klettereinsätzen widerstehen zu können, werden sie von einer kleinen Einzäunung geschützt. Das Obst am Baum genießt übrigens besonderen Schutz – die Patenschaften übernehmen die Schülerinnen und Schüler der Tami-Oelfken-Schule. Deren Zuwegung wird bald von blühenden Bäumen gesäumt. Am ehemaligen Immenweg wird der Spielplatz entstehen. Er soll sich in die dortige Hügellandschaft einfügen, mit einer BMX-Bahn und Großspielgeräten.

Überhaupt sollen mehrere Spielstationen das Grüne Band in seinem Verlauf begleiten. Ein Pavillon aus Naturstein steht ebenfalls auf dem Programm der Planer. Auch im neuen Jahr werden Projekte in der Stadtteilgruppe Lüssum zertifiziert. „Sprechen, wie’s der Job erfordert“, heißt das Projekt von Ute Bullert, das jetzt mit 10000 Euro aus dem Programm „Stärken vor Ort“ gefördert wird. Ute Bullert: „Auch Deutsche haben zunehmend Probleme, sich auszudrücken.“ Mit ebenfalls 10000 Euro wird das Projekt einer Recycling-Werkstatt gefördert – mit der Perspektive einer Ausstellung. Zum Ende der von Quartiersmanagerin Heike Binne geleiteten Veranstaltung wurde auch noch das Projekt einer Jungen-Fußballgruppe der „Nachbarschaft Neuenlirchener Weg mit 1624 Euro aus dem Topf „Wohnen in Nachbarschaften“ bedacht.

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