Probleme mit Lollitests

Falsche Corona-Ergebnisse an Bremer Grundschulen

Ein Hersteller der sogenannten Lollitests hat am Freitag falsche Ergebnisse verschickt. Betroffen sind laut Bildungsbehörde etwa 30 Bremer Grundschulen, teilweise sei der Betrieb eingestellt worden.
10.09.2021, 13:41
Lesedauer: 2 Min
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Falsche Corona-Ergebnisse an Bremer Grundschulen
Von Felix Wendler
Falsche Corona-Ergebnisse an Bremer Grundschulen

Der Hersteller, der die Bremer Grundschulen mit Corona-Lollitests versorgt, hat am Freitag falsche Ergebnisse verschickt.

Michael Reichel/dpa

Etwa 30 Bremer Grundschulen haben am Freitag falsche Benachrichtigungen über positive Corona-Testergebnisse erhalten. Das bestätigte die Bildungsbehörde von Senatorin Sascha Aulepp (SPD) dem WESER-KURIER.

Der Fehler liege beim Anbieter der sogenannten Lollitests, erklärt Ressortsprecher Aygün Kilincsoy. Ihm zufolge handele es sich um ein technisches Problem, das zum ersten Mal aufgetreten sei – per SMS seien nicht die im Labor ermittelten Ergebnisse übermittelt worden. Als Reaktion auf die zahlreichen positiven Testergebnisse hätten einige Grundschulen in der Stadt Bremen den Unterricht kurzzeitig oder für den gesamten Tag eingestellt. 

Bei dem Anbieter der Lollitests handelt es sich um das Unternehmen Zotz Klimas. Eine Sprecherin bestätigte am Freitagnachmittag, dass es einen entsprechenden Vorfall gegeben habe. Etwa 30 Schulen hätten positive Befunde erhalten – acht davon seien tatsächlich positiv gewesen. Kitas, in denen ebenfalls Lollitests genutzt werden, seien nicht betroffen. "Die Problematik resultierte aus für uns unvorhersehbaren, technischen Fehlverknüpfungen", teilt das Unternehmen mit. Die eigentlichen Testergebnisse seien jederzeit korrekt gewesen.

Der Anbieter habe versprochen, das Problem über das Wochenende zu lösen, so Kilincsoy. Das Programm für die SMS-Benachrichtigung sei abgeschaltet worden. "Wir haben sichergestellt, dass sich diese Situation nicht wiederholt. Zusätzlich wurde persönlich zu den Schulen Kontakt aufgenommen und der Sachverhalt erklärt", heißt es von Zotz Klimas. Am Montag sollen die Lollitests des Herstellers laut Bildungsbehörde wieder zum Einsatz kommen.

Das Corona-Konzept für die Bremer Schulen sieht in den ersten drei Wochen des neuen Schuljahres Lollitests für alle Kita- und Grundschulkinder vor. Diese erfolgen zweimal pro Woche. Getestet wird im sogenannten Pool-Verfahren: Die Speichelproben der Kinder werden in ein gemeinsames Gefäß gegeben und dann im Labor untersucht. Bei einem positiven Ergebnis müssen alle Kinder einen individuellen PCR-Test machen. Laut Zotz Klimas erhalten die Schulen die Befunde über ein Onlineportal sowie per Mail. Die Benachrichtigung per SMS sei in dieser Woche auf Wunsch des Bildungsressorts hinzugekommen. 

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