Blumenthal Gymnasiale Oberstufe wirbt mit zwei Profilen

Blumenthal. Wer vor der Entscheidung steht, für sein Kind eine Schule mit Zielrichtung Abitur zu suchen, hat die Wahl unter zahlreichen Angeboten. Unterschiedliche Schulen präsentierten gerade ihre Angebote. Darunter die gymnasiale Oberstufe des Schulzentrums Blumenthal.
29.01.2010, 06:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Friedrich Caron-Bleiker

Blumenthal. Wer in diesen Tagen vor der Entscheidung stand, für sein Kind eine weiterführende Schule mit Zielrichtung Abitur zu suchen, hatte die Wahl unter zahlreichen Angeboten. Unterschiedliche Schulen präsentierten sich den Schülerinnen und Schüler aus den zehnten Klassen mit unterschiedlichen Angeboten. Ein Beispiel: die gymnasiale Oberstufe des Schulzentrums Blumenthal. Sie wirbt mit zwei Profilen, die es in dieser Zusammensetzung in Bremen nirgendwo sonst gibt.

Unter dem Kürzel 'Profil F' firmiert an der Eggestedter Straße ein Angebot mit dem Titel 'Sport und Gesundheit'. Hier wartet auf die Schüler das Leistungsfach Sport, kombiniert mit den Grundfächern Pädagogik und Biologie. 'Bis zum vergangenen Schuljahr war statt der Biologie das Fach Ernährungslehre im Programm', erläutert Lehrer Ingo Schiller.

Doch die Schulbehörde hat das Angebot gestrichen. Doch dies, so Schiller, tut der Attraktivität des Angebots keinen Abbruch: 'Unser Profil ist sowohl für die breiten- als auch für die leistungssportlich Engagierten interessant.'

Was erwartet die Nachwuchs-Sportlerinnen und -sportler? Ein Programm, das sich aus einem Theorie- und einem Praxisteil zusammensetzt. 'Wir haben uns dabei nicht auf eine Sportart festgelegt', sagt Ingo Schiller. Im Schulzentrum Blumenthal lernen junge Leichtathleten, Schwimmer, Fußballer, Volleyballer - oder Skifahrer. Auf dem Lehrplan steht im Winter die traditionelle Reise ins norwegische Olympiazentrum Lillehammer. Schulleiterin Julia Hofer: 'Eine solche Veranstaltung wäre ohne die Hilfe des Schulvereins nicht möglich.'

Erwerb der Übungsleiterlizenz

Die meisten, die hier lernen, sind auch in einem Sportverein aktiv. 'Und sie haben die Möglichkeit, in Zusammenarbeit mit dem Landessportbund und dem Bremer Fußball-Verband ihre Übungsleiterlizenz zu erwerben', sagt Ingo Schiller. Die eigene Sportpraxis zu reflektieren, Fehler zu überdenken, gehört mit zum Programm Richtung Abitur. Wie auch die Zusammenarbeit mit der renommierten Sporthochschule in Köln. 60 bis 70 Schülerinnen und Schüler entscheiden sich in jedem Jahr für das Sport-Profil.

Dann ist da noch das Profil C: 'Gesellschaft und Erziehung', mit dem Leistungsfach Pädagogik und den Grundfächern Politik und Biologie. 'Viele Absolventen dieses Profils ergreifen anschließend Berufe, in denen sie viel mit Menschen zu tun haben', sagt Roland Klein. Die Schüler des bekannten Taekwon-Do-Trainers und seiner Kolleginnen und Kollegen sind im Bremer Norden des öfteren mit dem Verfertigen von Studien in Erscheinung getreten. Die Qualität des Sandes auf Spielplätzen wurde da untersucht oder die Freizeitmöglichkeiten von Jugendlichen in Bremen-Nord.

Es wird großer Wert auf interdisziplinäres Arbeiten gelegt. Geschichte, Politik, Medizin, die Jugendlichen beteiligen sich am Krebs-Kongress, machen Interviews mit Zeitzeugen oder laden Referenten ein wie den Sozialisationsforscher Klaus Hurrelmann und den Sportwissenschaftler Gunter Pilz.

Lange gehörte die Mathematik zum Angebot im Profil Pädagogik. Doch Klein kann sich mit dem Wechsel hin zur Biologie anfreunden: 'Bei der Biologie findet man doch eher den Zugang zum Menschen.'

Für wen könnte das Profil interessant sein? Für solche 'die herausfinden wollen, warum sie so geworden sind und nicht anders', verrät die Werbebroschüre. Doch nicht alle kommen durch - bei mehr als 100 Anmeldungen müssen die Verantwortlichen an der Eggestedter Straße auch Bewerber ablehnen.

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