Staatsrat Golasowski zum Rückzug der Behörde

"Haben es nur gut gemeint"

Erst hü, dann hott – Wolfgang Golasowski, Staatsrat für Verkehr, erläutert Redakteurin Frauke Fischer, was an der Parkallee schief gelaufen ist.
17.12.2014, 19:00
Lesedauer: 1 Min
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Erst hü, dann hott – Wolfgang Golasowski, Staatsrat für Verkehr, erläutert Redakteurin Frauke Fischer, was an der Parkallee schief gelaufen ist.

Selten haben ein paar Hundert Meter Straße wohl für so viel Wirbel gesorgt wie der Abschnitt Parkallee zwischen Stern und Rembertitunnel. Ist der Rückbau auf ganzer Strecke ein Rückzug der Behörde?

Manchmal ereilt einen der Fluch der gut gemeinten Tat. Wir wollten die Radroute zwischen Innenstadt und Universität komplettieren, haben die Sicherheitsbedenken ernst genommen und sind darin vom Beirat bestätigt worden.

An anderer Stelle sind Fahrradstraßen ohne derart große Gegenwehr eingerichtet worden und haben sich bewährt. Warum haben Sie sich beim Konzept für die Parkallee nicht einfach an diese Vorbilder gehalten?

Es waren vor allem die problematischen Einmündungen am Stern und die damit verbundenen Sicherheitsbedenken, weswegen wir ein anderes Konzept umsetzen wollten. Wir wollten es besonders gut machen, das hat aber nicht geklappt.

Haben Sie mit dem Rückbau auf die vielen Proteste reagiert, oder haben Sie selbst erkannt, dass das Konzept nicht alltagstauglich ist?

Manchmal merkt man erst, wenn etwas da ist, wie es wirkt. Wenn sich Gefährdungssituationen ergeben, muss man reagieren.

Jetzt werden die Baken abgebaut, die Fahrradwege in beide Richtungen wieder voll benutzbar gemacht. Haben Sie die Kosten dafür schon überschlagen?

Die Kosten sind überschaubar. So etwas passiert manchmal. Dann muss man dazu stehen.

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