Verdächtiger kündigt Aussage an Haftbefehl nach tödlichen Messerstichen in Lesum

Nach dem tödlichen Messerangriff in Bremen-Lesum hat die Staatsanwaltschaft am Montagabend Haftbefehl gegen den mutmaßlichen Täter beantragt. Der Mann hat angekündigt, eine Aussage machen zu wollen.
18.05.2015, 18:30
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Haftbefehl nach tödlichen Messerstichen in Lesum
Von Julia Ladebeck

Nach dem tödlichen Messerangriff in Bremen-Lesum hat die Staatsanwaltschaft am Montagabend Haftbefehl gegen den mutmaßlichen Täter beantragt. Das teilte Silke Noltensmeier, Sprecherin der Staatsanwaltschaft, auf Nachfrage mit. Die Staatsanwaltschaft gehe mindestens von einem „vollendeten Totschlag“ aus, so Noltensmeier. Ob es sich bei dem Tötungsdelikt um Mord oder Totschlag handele, hänge vom Motiv des Täters ab.

Der 34-jährige Verdächtige hat laut Staatsanwaltschaft einen festen Wohnsitz außerhalb von Bremen. Der Mann habe bereits angekündigt, eine Aussage machen zu wollen. Zum Hintergrund der Tat konnte Noltensmeier am Montag noch keine Angaben machen.

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Wie berichtet, war eine 48-jährige Frau am Sonntagnachmittag in ihrer Wohnung in der Straße Oberreihe leblos gefunden worden. Zuvor war vor dem Haus auf sie eingestochen worden. Eine Anruferin hatte gegen 15.15 Uhr die Polizei informiert. Dem Vernehmen nach soll ein Nachbar die Tat von seinem Balkon aus beobachtet haben. Noltensmeier bestätigte, dass es Zeugenaussagen gibt. Die ersten Einsatzkräfte waren schnell vor Ort und hatten auf der Straße den 34 Jahre alten Verdächtigen festgenommen, der vom Tatort flüchtete. Kurz darauf fanden die Ermittler ein Messer, nach Auskunft der Polizei handelt es sich um die Tatwaffe.

In der Oberreihe war nach dem Großeinsatz von Polizei und Mordkommission am Montag wieder Ruhe eingekehrt. Ein Polizeisiegel an der Haustür und eine Blutlache im Eingangsbereich zeugten noch von dem tödlichen Messerangriff. Anwohner zeigten sich schockiert. „Ich kannte die Frau vom Sehen“, erzählte ein Nachbar, der am Sonntagnachmittag aus dem Urlaub heimgekehrt war. „Wir durften erst nicht zu unserem Haus, bis uns die Polizei hingeleitet hat.“ Die Straße war am Sonntag wegen der Ermittlungen gesperrt worden. Das 48-jährige Opfer soll erst seit zwei Monaten in dem Haus zur Miete gelebt haben.

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