Kommentar über die Rasseliste für Hunde

Haltungsfrage

Nur anhand der Rasse sollte man die Gefährlichkeit eines Hundes nicht festmachen, schreibt Nina Willborn.
15.03.2018, 20:23
Lesedauer: 1 Min
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Haltungsfrage
Von Nina Willborn
Haltungsfrage

Der Pitbull-Terrier steht auf der Rasseliste der gefährlichen Hunde.

dpa

Ich habe Angst vor Hunden. Vor großen sowieso, und vor kleineren habe ich mindestens Respekt. Grundsätzlich traue ich auch einem Mops oder Dackel zu, mir Böses zu wollen.

Mich beruhigt die Tatsache, dass es bei uns Regelungen zum Schutz der Bevölkerung vor Kampfhunden gibt. Aber ich halte trotzdem eher den Ansatz einer Sachkundeprüfung für richtig, dem jetzt auch die FDP mit ihrem Antrag gefolgt ist. Auch wenn das Motto „Kein Hund ist illegal“ eher unfreiwillig komisch daherkam. Den Grad der Gefährlichkeit eines Hundes sollte man nicht nur anhand bestimmter Rassen bemessen.

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Die Rasseliste, die nach der Ablehnung des Änderungsvorschlags der Bürgerschaft nun weiter für Bremen gilt, zählt zum Beispiel Schäferhunde und Rottweiler trotz vieler Biss-Attacken nicht zu den gefährlichen Hunden. Und vor allem lässt sie mit dem Hundehalter den wichtigsten Faktor in der Gefährlichkeitsfrage außer Acht. Denn der Hund mag potenziell gefährlich sein, in den meisten Fällen macht ihn erst seine menschliche Bezugsperson durch Züchtung oder Erziehung zu einer Gefahr. Niedersachsen hat den „Hundeführerschein“ – und damit die sicherere Lösung.

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