Bremen

Hanse-Kogge vor 50 Jahren entdeckt

Bremen. Vor 50 Jahren machten Bauarbeiter im Uferschlick der Weser eine sensationelle Entdeckung. Beim Ausbaggern des Hafens in Rablinghausen legten sie den Rumpf eines mehrere Jahrhunderte alten Handelsschiffes frei.
07.10.2012, 12:00
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Bremen. Vor genau 50 Jahren machten Bauarbeiter im Uferschlick der Weser eine sensationelle Entdeckung. Beim Ausbaggern des Hafens im Stadtteil Rablinghausen legten sie am 8. Oktober 1962 den Rumpf eines mehrere Jahrhunderte alten Handelsschiffes frei.

Die vermutlich um 1380 gebaute Hanse-Kogge ist heute im Deutschen Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven zu besichtigen. Mit einem Festakt wird das Museum den Jahrestag des Fundes am Montagabend feiern. Im Laufe der Woche sind nach Angaben des Kulturressorts mehrere Fachvorträge zum Erhalt und zur Geschichte der Kogge geplant.

Drei Jahre lang waren die Experten damals damit beschäftigt, die Kogge aus der Weser zu bergen. Mehr als 2000 Teile mussten sie anschließend zusammensetzen - was einige Zeit in Anspruch nahm. 1980 war die Puzzle-Arbeit endlich vollendet. Danach verschwand das 23 Meter lange Schiff für viele Jahre in einen Tank mit einer speziellen Lösung, die die Holzplanken konservieren sollte. Erst im Jahr 2000 wanderte sie aus dem Tauchbad ins Museum. Und ist seither ein Höhepunkt der Ausstellung.

"Unsere Kogge ist das älteste und am besten erhaltene Exemplar, das heute zugänglich ist", sagte Museumsdirektorin Ursula Warnke. Sie veranschaulicht die Zeit der Hanse, denn die bauchigen Frachtschiffe begründeten den Ruf und die Bedeutung der ersten europäischen Handelsorganisation. Bis 2016 soll der denkmalgeschützte Altbau des Deutschen Schifffahrtsmuseum samt Dauerausstellung modernisiert werden. Auch die Hanse-Kogge wird in dem Zuge eine überarbeitete Präsentation erhalten.

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