Als Museumsschiff zurück an die Schlachte Hansekogge kommt erst nach Ostern

Zu Ostern hätte die Hansekogge wieder an der Schlachte liegen sollen, doch daraus wird nichts. Es seien mehr Absprachen erforderlich gewesen, als er angenommen habe, so Uwe Mühlmeyer.
19.03.2015, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Hansekogge kommt erst nach Ostern
Von Anke Landwehr

Zu Ostern hätte die Hansekogge wieder an der Schlachte liegen sollen, doch daraus wird nichts. Es seien mehr Absprachen erforderlich gewesen, als er angenommen habe, so Uwe Mühlmeyer. Er leitet das Projekt des gemeinnützigen Beschäftigungsträgers „bras – arbeiten für bremen“.

Gespräche waren vor allem mit dem Jobcenter zu führen. Laut Mühlmeyer ist man jetzt übereingekommen, dass die Sanierung der „Roland von Bremen“ am 15. April starten kann. Elf Hilfskräfte werden sich dann daran machen, unter anderem undichte Stellen im Deck zu beseitigen und den Rumpf zu streichen. Erst dann könne die im Hohentorshafen aufgebockte Kogge wieder zu Wasser gelassen werden, erzählt Mühlmeyer.

An die Schlachte werde sie mit einem Schiff der Reederei „Hal över“ geschleppt, der die Hansekogge jetzt noch gehört. Nach Angaben des Projektleiters soll der Vertrag über den Verkauf an „bras“ zum symbolischen Preis von einem Euro in der kommenden Woche notariell beglaubigt werden. Besonders freut sich Mühlmeyer darüber, dass die Kogge wahrscheinlich wieder ihren alten Platz am Anleger 2b beziehen kann. Ein entsprechender Mietvertrag sei in Aussicht gestellt worden.

Liegt die „Roland von Bremen“ an der Schlachte, geht die Arbeit erst richtig los. Laut Mühlmeyer muss das Deck komplett erneuert werden. Das Gleiche gilt für die Elektrik. Dafür brauche man Spezialisten. Der Projektleiter hofft auf Freiwillige. Wie er auch noch Sponsoren sucht, um die Kosten so gering wie möglich zu halten. Das Spendenkonto ist auf der Internetseite www.bras-netzwerke.de angegeben.

Mühlmeyer schätzt, dass die Sanierungsarbeiten alles in allem zwei Jahre dauern werden. Schon ab 1. Juni, so ist es mit dem Jobcenter besprochen worden, werden 20 von der Arbeitsagentur vermittelte „Animateure“ ausschwärmen. Ihre Aufgabe ist es, für die Hansekogge als künftiges Museumsschiff in Kindergärten und Schulen vor allem in ärmeren Stadtteilen zu werben und Führungen vorzubereiten.

Geplant sind Stationen auf dem Schiff, an denen Kinder Modelle der Kogge basteln oder die Weser ausloten können. Auch in Flüchtlingsheimen soll das Schiff als lehrreiches Ziel empfohlen werden. Was dort am Ende tatsächlich alles geboten wird, steht noch nicht fest. Mühlmeyer: „Das müssen wir noch entwickeln.“

Die „Roland von Bremen“ war am frühen Morgen des 28. Januar 2014 gesunken. Als Grund gab „Hal över“ ein geborstenes Seeventil an. Am Tag darauf wurde das Schiff gehoben. Die Eignerin wollte es nicht mehr haben und hat in der Beschäftigungsgesellschaft eine Abnehmerin gefunden.

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