Messestart mit 750 Ausstellern HanseLife in den ersten Stunden gut besucht

Bremen. Es war nicht brechend voll, aber doch gut gefüllt, als am Sonnabend die HanseLife eröffnet wurde. Mehr als 750 Aussteller schütten bis zum nächsten Sonntag ein Füllhorn von Angeboten, Ideen und Dienstleistungen aus. Im letzten Jahr kamen 70.000 Besucher in die Messehallen.
12.09.2010, 08:00
Lesedauer: 3 Min
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HanseLife in den ersten Stunden gut besucht
Von Jürgen Hinrichs

Bremen. Es war nicht brechend voll, aber doch gut gefüllt, als gestern in den Messehallen die HanseLife eröffnet wurde. Mehr als 750 Aussteller schütten bis zum nächsten Sonntag ein Füllhorn von Angeboten, Ideen und Dienstleistungen aus. Die Hallen sind ausverkauft, was für die Veranstalter schon mal ein Erfolg ist. Nun wird es noch darauf ankommen, wie viele Besucher kommen, im vergangenen Jahr waren es rund 70.000.

Schier unerschöpflich, was auf den rund 40000 Quadratmetern Innenfläche und auf dem Freigelände gezeigt wird: Garagentore, Oldtimer, Schmuck und Kunsthandwerk, Kleidung, Kunst und Kaffeemaschinen, Möbel jedweder Art, Nippes und Nützliches, Kräuter, Gewürze und andere Lebensmittel, Deftiges und Duftendes - man kommt gar nicht nach beim Rundgang durch die Hallen.

Zu den ersten, die sich einen Überblick verschafften, gehörte der Bürgermeister. 'Eine große Attraktion für die Besucher und eine Chance für die Dienstleister in der Region, sich zu präsentieren', sagte Jens Böhrnsen. Er hob hervor, dass noch einmal deutlich mehr Aussteller gewonnen werden konnten als im vergangenen Jahr.

Eine davon ist Antje Swart-Spang, sie verkauft Halsketten und ist das erste Mal in Bremen. 'Ein Versuch', sagt die 53-Jährige, und er könnte gelingen, denn es sind Preziosen auf ihrem Verkaufstisch: Ketten aus Kokosscheiben und Lava, andere aus Horn und Messing, edle Materialien und geschmackssicher kombiniert.

Die Händlerin kommt aus Düsseldorf und hat sich für die Zeit der Messe in einer Ferienwohnung einquartiert. Wie?s klappt mit den Kunden, weiß sie noch nicht, wohl aber, dass die Organisation der Veranstaltung aus ihrer Sicht perfekt ist: 'Ich fühle mich hier sehr gut aufgehoben.'

'Die Bremer lieben den Honig'

Bei Christoph Jung drängen sich die Kunden als gäb?s kein Morgen auf der Messe. Der Imkermeister aus Mecklenburg verkauft an seinem üppig dekorierten Stand Honig und vielerlei drumherum. 'Ich hatte früher einen Marktstand auf dem Domshof, deswegen kommen viele Kunden von damals', erzählt er. 'Die Bremer lieben den Honig', ergänzt seine Mutter, die mithilft, dem Ansturm Herr zu werden. Drei Tage haben sie gebraucht und drei Leute, um den Stand aufzubauen. Er steht so exponiert am Eingang einer der Hallen, dass man fast hineinläuft. Jung wird dafür wahrscheinlich eine ordentliche Miete zahlen müssen, gut für ihn deshalb, dass gleich in den ersten Stunden das Geschäft brummt.

Zum Auftakt der HanseLife starten in Halle 7 auch zwei Sondermessen, die nur noch an diesem Sonntag zu sehen sind: Hobby&Basteln und Baby&Kind, beides Selbstgänger, wie man am Zustrom merkt. Das Ehepaar Hornbogen ist aus Bremerhaven gekommen, der Grund: Sie ist schwanger. 'Wir wollen einfach mal schauen, was es für Babys an schönen Sachen gibt, die man nicht so ohne weiteres in den Läden findet', sagen die beiden und schlendern dann an einem Stand vorbei, da ist was los: Kinder, die kochen.

Eines der Mädchen hat sich für die Frikadellen einteilen lassen. Brav und lückenlos erzählt es dem Moderator, der die Veranstaltung begleitet, was hinein kommt in die Klopse: Eier, Knoblauch, Schafskäse und Haferflocken. Fleischfrei also, und darum geht es hier: um eine gesunde, ernährungsbewusste Küche, die stark auf Gemüse setzt. Möhre im Käsemantel, zum Beispiel. Die Wurzeln dafür werden von den Kindern mit einer Inbrunst gerieben, als ob sie sich für die nächste Kochshow im Fernsehen bewerben wollten.

Gleich gegenüber tut sich die bunte Bastelwelt auf. Nichts, was es dort nicht gibt, für ein Hobby, das offenbar ewig jung bleibt. Mehr als 60 Aussteller haben ihre Artikel mitgebracht, eine tausendfache Mannigfaltigkeit, die in Workshops kombiniert und komponiert wird.

Die HanseLife ist bis Sonntag, 19. September, täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Die beiden Sonderausstellungen laufen nur noch an diesem Sonntag. Eine Tageskarte kostet acht Euro, das Feierabendticket ab 15.30 Uhr die Hälfte.

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