Bauarbeiten sechs Wochen im Rückstand Harter Winter verzögert Freibad-Öffnung in Blumenthal

Blumenthal. "Wir sind mit den Bauarbeiten im Freibad mindestens sechs Wochen im Rückstand. Eine Eröffnung zum 1. Mai ist nicht möglich" - das kündigt der Förderverein Sport- und Freizeitbad Blumenthal für dieses Jahr an.
04.03.2010, 18:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Gabriela Keller

Blumenthal. '2009 war für uns ein gutes Jahr. Wir sind mit unserem Geld nicht nur ausgekommen, sondern sogar gut ausgekommen.' Der positiven Nachricht aus dem Munde von Volker Schlätzer, Vorsitzender des Fördervereins Sport- und Freizeitbad Blumenthal, folgte die schlechte auf dem Fuße: 'Wir sind mit den Bauarbeiten im Freibad mindestens sechs Wochen im Rückstand. Eine Eröffnung zum 1. Mai ist nicht möglich.'

Aufmachen wird das Bad zur neuen Saison, soviel steht fest. Aber wann, dazu wollte Schlätzer bei der Jahreshauptversammlung vergangenen Mittwochabend keine Prognose wagen. Der harte Winter hat zu Stillstand auf der Baustelle geführt. Seit Anfang dieser Woche geht?s wieder weiter. 'Die Gewerke versuchen, die verlorene Zeit aufzuholen.'

Finanziell geht es mit dem Verein laut Schlätzer bergauf. '2009 war für uns zum ersten Mal ein normales und ein gutes finanzielles Jahr. Trotz des mässigen Sommers.' 32800 Schwimmgäste zählte der Verein im vergangenen Jahr, etwas weniger als 2008. 'Aber im Vergleich zu anderen reinen Freibädern in Bremen lagen wir damit über dem Durchschnitt', sagt Schlätzer. Der Verein hat nach seinen Worten finanziell sogar 'eine Reserve anreichern' können.

Die will er nutzen, um Altschulden abzutragen. Beim Energieversorger swb hat der Förderverein laut Schlätzer noch eine Rechnung aus dem Jahr 2007 in Höhe von 50000 Euro offen. Mit dem Rücklagen-Polster könnten die Blumenthaler einen Vergleich wagen. Der läuft nach Darstellung des Vorsitzenden darauf hinaus, dass Verein, swb und das Sportamt für die Stadtgemeinde je ein Drittel der Restforderung übernehmen. 'Mit der swb sind wir uns schon einig, jetzt fehlt noch der Anteil der Stadt.' Die Hoffnungen der Badfreunde ruhen auf einem Gespräch, das der Steuerberater des Fördervereins in nächster Zeit mit dem Leiter des Sportamtes führen wird.

'Für den Verein ist es wichtig, dass er die Restforderung vom Tisch bekommt', meint Schlätzer. Um mit der Gesellschaft 'Bremer Bäder', die als neuer Partner seit 1. September 2009 im Boot ist, unbelastet durchstarten zu können. Die Aufgabenteilung sieht laut Schlätzer so aus: Der Verein kümmert sich um Grünanlagen, Kiosk und Veranstaltungen im Bad, die Bädergesellschaft um die Technik. Sie bestimmt auch die Eintrittspreise. 'Das alles muss aber noch vertraglich festgemacht werden.' Mit der Verantwortung für die Technik ist der Verein seine größte Sorge los. 'Die Technik kostete uns nur Geld und Nerven.'

Dafür erwartet die Bädergesellschaft laut Schlätzer aber tatkräftigen Einsatz vom Verein mit seinen 167 Mitgliedern. 'Wir haben 1000 Arbeitsstunden im Jahr ohne Bezahlung zu liefern.' Schon morgen, Sonnabend, legen sich die Mitglieder für die neue Badesaison ins Zeug. Ab 14 Uhr werden Verschönerungsarbeiten auf dem Gelände durchgeführt. Der Vorstand hofft, dass viele helfende Hände mitanpacken. Arbeitsgeräte stehen zur Verfügung. 'Gutes Schuhwerk, am besten Gummistiefel, sind mitzubringen.' Belohnt werden die fleißigen Helfer mit Glühwein und Bratwürsten.

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